• 07.03.2013, 12:26:51
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Grünewald: Konflikt um übervolle Ambulanzen und kleine Spitäler realitätsnah lösen

Grüne unterstützen alle Pläne der Profilbildung und Qualitätssicherung im Bereich der Krankenanstalten

Utl.: Grüne unterstützen alle Pläne der Profilbildung und
Qualitätssicherung im Bereich der Krankenanstalten =

Wien (OTS) - "Es ist eine Tatsache, dass PatientInnen in bestimmten
medizinischen Sonderfächern oft wochenlang und manchmal sogar Monate
auf einen Termin warten müssen. Tatsache ist auch, dass die
Wartezeiten in den überfüllten Spitalsambulanzen für PatientInnen oft
Stunden betragen. Es hilft weder den PatientInnen noch den ÄrztInnen
und Schwestern, wenn man versucht, mit Zahlen vorzuhüpfen, dass alles
bestens, ja geradezu hervorragend ist", kritisiert der
Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, die derzeitige
Auseinandersetzung.
"Ziel der Gesundheitsreform ist bekanntlich eine Stärkung des
niedergelassenen Bereiches. Hier sollen flexiblere Angebote und
Öffnungszeiten sowie eine Ausbildungsreform für
AllgemeinmedizinerInnen verwirklicht werden. Das ist in einem 15a
Vertrag zwischen Bund und Ländern bereits unterschrieben und
fixiert", hält Grünewald fest.

Als problematisch sieht Grünewald, dass sich über den Stellenplan des
niedergelassenen Bereiches Länder und Kassen zu einigen haben. "Da
die Länder bei ihren Spitälern und die Kassen im niedergelassenen
Bereich sparen wollen, drohen hier weitere Konflikte und
Verzögerungen in der Umsetzung der Gesundheitsreform", gibt Grünewald
zu bedenken.
"Die Grünen unterstützen alle Pläne der Profilbildung und
Qualitätssicherung im Bereich der Krankenanstalten. Operationszahlen
müssen jedoch differenzierter betrachtet werden, da auch die Zahl
der Eingriffe pro Arzt berücksichtigt werden müsste. Klar ist jedoch,
dass bestimmte schwierige und seltene Eingriffe auf bestimmte
Schwerpunktkrankenhäuser und Zentren der Spitzenversorgung reduziert
werden sollten", fordert Grünewald. "Dass viele dieser Probleme ihre
Ursache in einem beträchtlichen Kompetenzdschungel und in einem
überbordenden Föderalismus haben, zeigen seit Jahren zahlreiche
ExpertInnen auf, aber niemand findet den Mut, den heißen Brei
anzurühren."

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