- 06.03.2013, 18:57:42
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Neues Volksblatt: "Wahlkampf" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 7. März 2013
Utl.: Ausgabe vom 7. März 2013 =
Linz (OTS) - Was so ein Jobwechsel aus einem Menschen machen kann.
Wer Norbert Darabos als Verteidigungsminister beobachtet hat, wurde
den Eindruck des unglücklichen Zauderers nicht los. Kaum ist er neuer
alter Wahlkampfleiter der SPÖ, zeigt der Burgenländer einen Zug zum
Tor, der ihm selbst als Sportminister nicht nachgesagt werden konnte.
Kaum zurückgetreten, ließ Darabos keinen Zweifel aufkommen, dass er
schon mitten im Wahlkampf steht. "Wenn die ÖVP meint, dass man
gewinnt, wenn man verliert..." meinte er mit Blickwinkel
Landtagswahlen, und dass er mehrmals Wahlen gewonnen hat (samt Ablöse
von Blau-Schwarz, wie er betonte), konstatierte Darabos auch sehr
selbstbewusst. Selbst die Wahlkampf-Stoßrichtung der SPÖ ist - wenn
auch wenig überraschend - eindeutig: Soziale Politik sei das
Alleinstellungsmerkmal der SPÖ, so Darabos.
"Pflöcke einschlagen" in Richtung Nationalratswahl, wie er sich
ausdrückte, heißt aber auch, die Zeiten in der Koalition werden
rauer. Als gescheiterter Minister hat Darabos mit der ÖVP Rechnungen
offen; dass er darauf brennt, sie zu begleichen, darf man annehmen.
Prophylaktisch hat ÖVP-General Hannes Rauch schon mit dem
Fehdehandschuh zurückgewachelt: "Jeder, der seinen Weg als
Verteidigungsminister miterlebt hat, kann sich zusammenreimen, welch
klare Linien, fundierte Konzepte und Kampagnenkraft jetzt in der
SPÖ-Zentrale einziehen".
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