- 05.03.2013, 11:00:33
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Arbeitsbesuch von Karlheinz Töchterle in Brasilien und Chile
Wissenschaftsminister nimmt an Eröffnung des weltweit größten Radioteleskops teil - Unterzeichnung eines Abkommens - Arbeitstreffen mit Amtskollegen - Besuche von Universitäten
Utl.: Wissenschaftsminister nimmt an Eröffnung des weltweit größten
Radioteleskops teil - Unterzeichnung eines Abkommens -
Arbeitstreffen mit Amtskollegen - Besuche von Universitäten =
Wien (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz
Töchterle beginnt kommenden Sonntag seinen mehrtägigen Arbeitsbesuch
in Brasilien und Chile. Zunächst wird der Minister in Brasilia mit
Amtskollegen zusammentreffen, geplant ist auch die Unterzeichnung
mehrerer Abkommen zur verstärken Zusammenarbeit in Wissenschaft und
Forschung. In Chile steht die Eröffnung des weltweit größten
Radioteleskops im Mittelpunkt: Die Europäische Südsternwarte (ESO),
deren Mitglied Österreich seit 2008 ist, hat gemeinsam mit den USA
und Japan auf einem Hochplateau in der Atacama-Wüste in rund 5.000
Metern Höhe das Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA)
errichtet. Neben der Besichtigung der ESO-Infrastruktur wird der
Minister in Santiago de Chile u.a. auch Universitäten besuchen.
Begleitet wird der Minister von einer hochrangigen Delegation mit
Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Forschung sowie
Repräsentantinnen und Repräsentanten von Förderagenturen.
Kommenden Montag wird der Minister in Brasiliens Hauptstadt Brasilia
mit Bildungsminister Aloizio Mercadante zusammentreffen. Anschließend
sind auf Ministerebene die Unterzeichnung eines bilateralen
Rahmenabkommens über Bildung und Wissenschaft zur Steigerung der
akademischen Mobilität sowie der Abschluss mehrerer
Kooperationsabkommen durch die Delegierten und Vertreter/innen ihrer
Partnerinstitutionen geplant. Weiters eröffnet der Minister einen
"Runden Tisch" mit Vertreter/innen aus dem Universitätensektor beider
Länder. Am Nachmittag steht ein Arbeitsgespräch mit dem
brasilianischen Minister für Wissenschaft, Technologie und
Innovation, Marco Antonio Raupp, am Programm. Beim Empfang der
Botschafterin Mag. Marianne Feldmann wird der Minister u.a. in
Brasilien lebende Österreicherinnen und Österreicher begrüßen.
Der Arbeitsbesuch in Santiago de Chile beginnt mit einem Gespräch mit
Bildungsminister Harald Beyer Burgos. Anschließend besichtigt der
Minister die Universidad Catolica de Chile, wo er von Pro-Rektor
Prof. Guillermo Marshall zu einem Arbeitstreffen begrüßt wird.
Weiters am Programm stehen ein Besuch der Universidad de Chile sowie
ein Gespräch mit deren Rektor Victor Perez Vera. Die beiden
Institutionen zählen zu den renommiertesten Universitäten Chiles.
Beim Empfang der Botschafterin Mag. Dorothea Auer wird der Minister
u.a. mit in Chile lebenden Österreicherinnen und Österreichern
zusammentreffen.
Einer der Höhepunkte des Arbeitsbesuchs ist die Eröffnung des Atacama
Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA), zu der mehrere
Ministerinnen und Minister verschiedener Länder erwartet werden. ALMA
wurde von der Europäischen Südsternwarte (ESO), die im Vorjahr ihr
50jähriges Jubiläum feierte, gemeinsam mit den USA und Japan in der
Atacama-Wüste gebaut. Es ist das weltweit größte Radioteleskop und
ermöglicht Forscherinnen und Forschern völlig neue Möglichkeiten.
Auch Forscherinnen und Forscher aus Österreich profitieren, denn
Österreich hat durch die seit 2008 bestehende Mitgliedschaft Zugang
zur ESO-Infrastruktur. Nach der feierlichen Eröffnung ist gemeinsam
mit ESO-Generaldirektor Tim de Zeeuw ein Besuch des neuen Teleskops
in rund 5.000 Metern Höhe geplant. Weiters wird der Minister das Very
Large Telescope (VLT) am Cerro Paranal in rund 2.600 Metern Höhe
besichtigen.
Die ESO wurde 1962 in Paris gegründet und hat ihre Sitze in
München-Garching (Deutschland) und Santiago (Chile). Mitgliedsstaaten
sind Belgien, Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Schweden,
Dänemark, Italien, Schweiz, Portugal, das Vereinigte Königreich,
Finnland, Spanien, Tschechien, Österreich und Brasilien. Chile
(selbst kein Mitgliedsland) ist Gastnation der Observatorien.
Zahlreiche Wissenschaftler/innen aus verschiedenen Disziplinen
(Astronomie, Astrophysik, Astroteilchenphysik, Theoretische Physik,
Mathematik und Informatik) profitieren von der österreichischen
ESO-Mitgliedschaft. Wissenschaftler/innen folgender Universitäten und
Forschungseinrichtungen haben Zugang zur ESO-Infrastruktur:
Universität Wien, Technische Universität Wien, Universität Innsbruck
und Universität Graz sowie das RICAM (Johann Radon Institute for
Computational and Applied Mathematics) der Österreichischen Akademie
der Wissenschaften (Standort: Universität Linz).
Der Minister wird bei seinem Arbeitsbesuch in Südamerika von einer
hochrangigen Delegation aus Wissenschaft und Forschung begleitet:
uniko-Präsident Dr. Heinrich Schmidinger, Vizerektorin Dr. Sabine
Schindler (Universität Innsbruck, ESO-Delegierte), Vizerektorin Dr.
Fatima Ferreira (Universität Salzburg), Vizerektor Dr. Peter Moser
(Montanuniversität Leoben), Vizerektor Dr. Karl Ennsfellner (IMC
Fachhochschule Krems), OeAD-Geschäftsführer Dr. Hubert Dürrstein und
FFG-Geschäftsführerin Dr. Henrietta Egerth.
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