• 05.03.2013, 09:10:44
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Bürgermeistertag Wieselburg: Die Gemeinden sind der Zukunft auf der Spur

Leistbarer Wohnraum und funktionierende Infrastruktur ist für Gemeinden lebenswichtig

Utl.: Leistbarer Wohnraum und funktionierende Infrastruktur ist für
Gemeinden lebenswichtig =

Wieselburg (OTS) - Bereits zum 25. Mal luden die "Arbeitsgemeinschaft
Ländlicher Raum" und "Regionen.Österreich" zum "Österreichischen
Bürgermeistertag" (04.03.2013) in das Francisco Josephinum im Schloss
Weinzierl in Wieselburg. Heuer machten sich die Initiatoren auf die
Suche nach Perspektiven für den ländlichen Raum: Nicht von ungefähr
stand die Tagung unter dem Titelthema "Der Zukunft auf der Spur". Mit
Bürgermeisterin Brigitte Lackner (St. Ulrich am Pillersee) und Prof.
Markus Hengstschläger konnten die Veranstalter Sixtus Lanner von der
ARGE Ländlicher Raum, der Präsident des Gemeindebundes Helmut
Mödlhammer und Regionen.Österreich-Obmann Jakob Auer eine
tiefgründige Diskussionsgrundlage für die zahlreichen
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus ganz Österreich legen.

Leistbare Baugründe für Einheimische

Für Brigitte Lackner, Bürgermeisterin von St. Ulrich am Pillersee,
ist für die kleine Tiroler Landgemeinde im Dreiländereck zwischen
Tirol, Salzburg und Bayern die Abwanderung "kein Thema, weil die
Lebensqualität hoch und die Infrastruktur ausgezeichnet sind". Für
Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer ein Beispiel, dass gerade
kleine Gemeinden den heutigen Anforderungen besser gerecht würden:
"Die Kleinheit der Kommunen ist ein Schatz der verteidigt und
abgesichert gehört." So werde in St. Ulrich bereits ab dem
Kindesalter darauf geachtet, ein umfangreiches Angebot zur Verfügung
zu stellen. Von ausreichender Kinderbetreuung über Arbeitsplätze im
Ort bis hin zu Grundstücken auf leistbaren Niveau. Für
Bürgermeisterin Lackner die Basis, dass junge Familien zum Bleiben
statt zum Gehen animiert werden.

Auch für Bauernbund-Präsident Jakob Auer sind eine funktionsfähige
Infrastruktur wie Verkehr oder flächendeckende Breitbandversorgung,
eine intakte Nahversorgung und leistbarer Baugrund ausschlaggebend
für eine Zukunft am Land. "Es ist sinnvoll, darüber nachzudenken,
dass bei einer Widmung eine gewisse Fläche als kostengünstige
Baugründe für Einheimische zur Verfügung gestellt werden", denkt Auer
über ein ähnliches Modell wie in Südtirol nach.

Talente der Gemeinden erkennen und fördern

Mit dem Thema Talenteförderung setzte sich Buchautor Prof. Markus
Hengstschläger auseinander und vertrat die These, dass Innovation nur
dann möglich sei, wenn hervorragende Einzelpersonen den Durchschnitt
verlassen. Talente müssen gezielt gefördert werden. Nur so sei die
Gesellschaft imstande, ihre Zukunft aktiv zu gestalten. "Bleibt
individuell und flexibel", richtete Hengstschläger seine Worte an die
zahlreich anwesenden Maturanten des Francisco Josephinums. Er betonte
jedoch, dass "wir heute den Boden aufbereiten müssen, damit die
Jugend Zukunft gestalten kann". Ein Punkt der auch auf die Gemeinden
umlegbar sei, betonte Auer. Erst müsse man die jeweiligen Talente der
Gemeinde eruieren, ausarbeiten und dann gezielt fördern, damit man
mit den spärlich vorhandenen Ressourcen sparsamer haushalten könne
und sie gezielter einsetze. "Die Gemeinden dürfen sich nicht am
Durchschnitt messen, sondern an den besten Beispielen orientieren",
erklärte Auer.
(Schluss)

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