- 04.03.2013, 09:45:05
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NÖGKK: Rauchen schadet Frauen mehr als Männern
"Dein Tipp für Julia": Neue Internet-Kampagne gibt jungen Raucherinnen praktische Hilfestellung, um von der Zigarette loszukommen
Utl.: "Dein Tipp für Julia": Neue Internet-Kampagne gibt jungen
Raucherinnen praktische Hilfestellung, um von der Zigarette
loszukommen =
St. Pölten (OTS) - Rauchen erhöht das Risiko für schwere Erkrankungen
- und bei Frauen ist dieses Risiko um ein Vielfaches größer als bei
Männern. 34 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher sind
Raucher, 27 Prozent der Frauen greifen regelmäßig zur Zigarette. In
der Altersgruppe der 15-Jährigen rauchen mittlerweile mehr Mädchen
als Burschen. Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März
weist die NÖ Gebietskrankenkasse darauf hin, dass Frauen
empfindlicher gegenüber den gesundheitsschädlichen Auswirkungen des
Nikotinkonsums sind als Männer und deshalb stärker unter den
negativen Auswirkungen des Rauchens zu leiden haben. Die
Internet-Kampagne "Dein Tipp für Julia" richtet sich vor allem an
junge Frauen und soll ihnen wichtige Tipps zur Entwöhnung liefern.
Frauen reagieren anders auf die Zigarette: "Die
Lungenkrebssterblichkeit steigt bei Frauen seit Jahrzehnten an",
erklärt der Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse, KR Gerhard Hutter. Der
Zigarettenkonsum erhöht das Risiko für chronisch obstruktive
Lungenerkrankungen wie chronische Bronchitis oder das Lungenemphysem
und wirkt sich besonders schlecht auf das Herz-Kreislaufsystem aus.
Rauchen ist oft Schuld an Typ-2-Diabetes und spielt eine wesentliche
Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose, bei der Ablagerungen
die Blutgefäße verengen. Dies führt zu Durchblutungsstörungen, in
deren Folge es zu Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen kann. "Nimmt
eine Frau auch noch die Pille, erhöht sich das Risiko zusätzlich",
warnt Hutter.
Die Sucht nach der Zigarette ist für 25 bis 30 Prozent aller
Krebserkrankungen verantwortlich. Im Durchschnitt büßen Raucherinnen
und Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern zehn Lebensjahre ein.
Aber Rauchen beeinträchtigt auch den Menstruationszyklus und die
Fruchtbarkeit. Bei Raucherinnen treten Schwangerschaftskomplikationen
häufiger auf als bei werdenden Müttern, die Nein zum Tabak sagen.
"Ein Rauchstopp vermindert das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt und
verringert die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Kindstods", sagt
Hutter. Greift eine junge Mutter zum Glimmstängel, ist zudem das Baby
betroffen. Hutter: "Neben den bekannten schädlichen Auswirkungen des
Passivrauchens ist vor allem darauf hinzuweisen, dass die Schadstoffe
aus dem Tabakrauch mit der Muttermilch in den Körper des Säuglings
gelangen."
Der Zigarettenkonsum begünstigt die Entstehung der Knochenkrankheit
Osteoporose. Studien zeigen, dass es Frauen schwerer fällt, vom
Nikotin wieder loszukommen und mit dem Rauchen aufzuhören als
Männern. Auch beim Passivrauchen sind Frauen benachteiligt:
"Untersuchungen demonstrieren, dass Frauen gegenüber dem
Passivrauchen sensibler zu sein schienen als Männer", sagt der
NÖGKK-Obmann.
Die neue Infokampagne "Dein Tipp für Julia" richtet sich verstärkt
an Frauen bis 34, die klassische Beratung und Information
erfahrungsgemäß weniger gut annehmen. Auf humorvolle Weise erfahren
junge Raucherinnen unter www.juliarauchfrei.at alles über
Tabakprävention und Rauchentwöhnung. Interaktiv kommt man mit Julia
ins Gespräch, die erst vor kurzem mit dem Rauchen aufgehört hat und
Lust auf eine Zigarette hat. Mittels Videos gibt man ihr Tipps, wie
man sich am besten vom Rauchen abhält. Dabei erlebt man laufend, wie
Julia diese Tipps in die Tat umsetzt. Die Informationen werden mit
hohem Unterhaltungswert unterbreitet, gleichzeitig wird ein
Bewusstsein für ein Leben ohne Rauchen geschaffen.
Nähere Infos:
Rauchertelefon
0810 810 013
Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr
österreichweit max. 10 Cent/Min
www.rauchertelefon.at
Online-Kampagne "Dein Tipp für Julia"
www.juliarauchfrei.at
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