• 01.03.2013, 15:05:06
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SOS Mitmensch: Happy End für Natalia Zambrano zum Greifen nahe

Kritik an Rolle der Politik - Runder Tisch mit Betroffenen gefordert

Utl.: Kritik an Rolle der Politik - Runder Tisch mit Betroffenen
gefordert =

Wien (OTS) - SOS Mitmensch zeigt sich hocherfreut darüber, dass es
gelungen ist, den Verbleib von Natalia Zambrano in Österreich zu
sichern. "Noch vor wenigen Tagen hätten wir das nicht für möglich
gehalten. Von Seiten der verantwortlichen Politik gab es bis vor
kurzem keinerlei Unterstützung. Doch dann kam es zu dieser
unglaublichen Welle an Sympathie und Hilfsbereitschaft von Seiten der
Bevölkerung. Auch UnternehmerInnen sind auf den Fall aufmerksam
geworden und haben Jobs angeboten", so Alexander Pollak, Sprecher von
SOS Mitmensch. "Jetzt liegt ein unterschriebener Arbeitsvertrag mit
dem Medien- und Eventunternehmen "Kronehit" vor und es fehlt nur noch
das allerletzte formale grüne Licht von der Bezirkshauptmannschaft
Eisenstadt. Da dürfen einfach keine Steine mehr in den Weg gestreut
werden. Wir freuen uns riesig für Natalia Zambrano über dieses zum
Greifen nahe Happy End!"

Begrüßenswerter Schwenk von Staatsekretär Kurz

Kritik übt SOS Mitmensch an der unrühmlichen Rolle der politisch
Verantwortlichen. Staatssekretär Kurz hatte Natalia Zambrano, trotz
Kontaktaufnahme von ihrer Seite, über Monate jegliche Unterstützung
versagt. Erst aufgrund des öffentlichen Drucks, kam es zu einem
begrüßenswerten politischen Schwenk von Kurz, dem allerdings noch
konkrete Taten folgen müssen. "Für mich kommen politische Änderungen
zu spät, aber es ist mir ein großes Anliegen, dass Leute, die in
einer ähnlichen Situation sind wie ich, in Zukunft eine realistische
Chance haben", so Natalia Zambrano.

Befremdlicher "Vorschlag" des Sozialministers

Begrüßenswert ist auch die Gesprächsbereitschaft des
Sozialministers. Der von Sozialminister Hundstorfer an Frau Zambrano
herangetragene "Vorschlag", sie solle auf Verzögerung spielen und
sich in ein Doktoratsstudium einschreiben, kann allerdings nur als
befremdlich bezeichnet werden. "Ich wollte nie Almosen, keine
Privilegien und ich wollte auch nie zum Schein ein weiteres Studium
inskribieren. Ich möchte einfach nur nach meinen beiden erfolgreichen
Studienabschlüssen und nach 11 Jahren in Österreich hier die Chance
haben, mir ohne bürokratische Hürden einen Job zu suchen und etwas
zum Gemeinwesen beizutragen. Ich bin sehr glücklich, dass ich das
jetzt Dank der großen Unterstützung aus der Bevölkerung tun kann", so
Zambrano.

Runder Tisch mit Betroffenen

SOS Mitmensch ruft den Integrationsstaatsekretär und den
Sozialminister dazu auf, Betroffene zu einem Runden Tisch einzuladen,
um Reformen im Bereich der Aufenthalts- und Arbeitsmöglichkeiten von
NichtstaatsbürgerInnen umzusetzen. "Nur auf Basis der Erfahrung von
Betroffenen können lebensnahe Lösungen entwickelt und
Unmenschlichkeiten, wie im Fall von Natalia Zambrano, vermieden
werden", ruft Pollak die Politik dazu auf, Taten zu setzen.

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