• 28.02.2013, 15:12:32
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Neues Volksblatt: "Banges Interesse" von Markus EBERT

Ausgabe vom 1. März 2013

Utl.: Ausgabe vom 1. März 2013 =

Linz (OTS) - Prinzipiell könnte es uns Provinzlern ziemlich egal
sein, ob die Wienerinnen und Wiener nächste Woche per Volksbefragung
ihre Meinung zur ohnehin abgeblasenen Wasserprivatisierung, zum
Parkpickerl oder zur erneuerbaren Energie kundtun dürfen - wäre da
nicht die Frage 2, die lautet: "Soll sich die Stadt um die Austragung
der Olympischen Sommerspiele 2028 bemühen?"
Das ist schon deswegen eine Mogelpackung, weil sich Wien formal gar
nicht um olympische Spiele bewerben kann; das ist nämlich Sache des
Österreichischen Olympischen Komitees. Dass solche Kleinigkeiten den
Erfinder der Wehrpflicht-Volksbefragung, SPÖ-Bürgermeister Michael
Häupl, nicht wirklich kümmern, überrascht nicht.
Aber uns steuerzahlende Provinzler kümmert, was Häupl zu Olympia
sonst noch einfällt. Und da klingt es geradezu als gefährlich
Drohung, was er gestern im Krone-Interview sagte: "Auf jeden Fall ist
solch eine Bewerbung eine nationale Angelegenheit, die nicht Wien
alleine bezahlen sollte". Kein Wunder, geht es doch um ein zwei- bis
dreistelligen Millionenbetrag.
Liebe Wiener: Wer Feind seines eigenen (Steuer-)Geldes ist, der möge
für Olympia stimmen. Wer freilich den Hausverstand benützt, der
sollte sagen: Es gibt wichtigere Vorhaben von öffentlichem Interesse
als die Häupl'schen Visionen. Und darum schauen wir mit einem
gewissen bangen Interesse auf euer Abstimmungsverhalten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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