- 28.02.2013, 10:28:44
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AHS-Digruber: "Platter-Enquete wird reine Farce!"
Tiroler Landesregierung lädt international renommierten Bildungswissenschaftler aus
Utl.: Tiroler Landesregierung lädt international renommierten
Bildungswissenschaftler aus =
Wien (OTS) - Heftig kritisiert Karl Digruber, der Vorsitzende der
AHS-Gewerkschaft Tirol in der GÖD, die Einladungspolitik der Tiroler
Landesregierung zur heute stattfindenden Schulenquete im Landhaus in
Innsbruck.
Digruber zeigt sich enttäuscht und verärgert: "Offensichtlich hat
die Tiroler Landesregierung als Veranstalter der Enquete zur
Gesamtschule Angst vor der eigenen Courage bekommen. Wie wäre es
sonst zu erklären, dass Univ.-Prof. Dr. Dieter Neumann,
Bildungsforscher an der Universität Lüneburg, vom Podium verbannt und
ihm gnadenhalber ein "Schweigeplatz" im Publikum zugewiesen wurde?"
Für Digruber stehen die Motive hinter dieser brüskierenden
Ausladung außer Zweifel: "Univ.-Prof. Dr. Dieter Neumann, ein
international renommierter Bildungswissenschaftler, wurde ganz
offensichtlich deshalb ausgeladen, weil er unangenehme Wahrheiten
über das Uralt-Modell Gesamtschule auf den Tisch gelegt hätte. Das
Lieblings-Wahlkampfprojekt von LH Platter soll nur ja nicht
wissenschaftlich in Frage gestellt werden."
Digruber empfindet diese Art von Zensur als höchst problematisch
und stellt fest, dass diese Enquete der Landesregierung nur zur Bühne
für Gesamtschulpropaganda umfunktioniert werden soll.
Der AHS-Gewerkschafter weiter: "Es zeigt, wie groß bei Palfrader und
LH Platter die Angst vor einer tatsächlich ergebnisoffenen
Auseinandersetzung ist." Durch eine höchst manipulative Ein- und
Ausladungspolitik werde krampfhaft versucht, unangenehme Wahrheiten
zu verdecken. Digruber vermisst Mut und Geradlinigkeit: "Aufrechte
Tiroler sehen anders aus."
Das Podium ist so besetzt, dass die Gesamtschulbefürworter
dominieren, weil man gezielt eine gewisse Stimmung erzeugen und als
"Expertenmeinung" verkaufen will.
Digruber sieht mit dieser Enquete eine große Chance vertan.
"Denn", so der AHS-Gewerkschafter, "es ist demokratiepolitisch höchst
bedenklich, wenn man statt seriöser sachlicher Auseinandersetzungen
über dieses wichtige schulische Thema eine billige
Gesamtschulpropaganda inszeniert."
"Ich vertraue darauf, dass die nach wie vor sehr stabile
Zweidrittelmehrheit der Bevölkerung gegen die Gesamtschule sich von
derartigen Propagandatricks nicht täuschen lässt", so Digruber
abschließend.
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