- 27.02.2013, 12:14:40
- /
- OTS0162 OTW0162
Pirklhuber für Gütesiegelgesetz und eine grundlegende Reform des Agrarsystems
Grüne: Regionale Qualität statt Lebensmittelreisepass
Utl.: Grüne: Regionale Qualität statt Lebensmittelreisepass =
Wien (OTS) - Bei der heutigen Nationalratssitzung bringen die Grünen
erneut Entschließungsanträge für ein Gütesiegelgesetz ein. "Die
Herkunft von österreichischen Lebensmitteln muss gekennzeichnet
werden. Ausschließlich Fleisch oder tierische Produkte von in
Österreich geborenen und in Österreich aufgezogenen Tieren soll
künftig als österreichische Ware bezeichnet werden dürfen. Wir
brauchen einheitliche akkreditierte Kontroll- und
Informationsstandards und strenge Kontrollen mit denen
Etikettenschwindel bei Lebensmitteln so weit wie möglich unterbunden
werden", fordert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der
Grünen.
Für die Grünen sind auch Regelungen für die Herkunftsauslobung von
Lebensmitteln und Speisen in gewerblichen und nicht gewerblichen
gastronomischen Betrieben, wie etwa Schulküchen oder Kantinen,
insbesondere für die wertbestimmenden Zutaten, wie Fleisch, Milch und
Eier, dringend notwendig. "Ich sehe nicht ein, dass das Ei in der
Schale im Restaurant als Bio etikettiert wird, weil es eine
verpflichtende Printung gibt, dem/der KonsumentIn aber die Eierspeise
aus Billig-Eiern von Hühnern aus Käfighaltung untergejubelt wird",
betont Pirklhuber.
In Richtung des Landwirtschaftsministers stellt Pirklhuber klar:
"Tiere brauchen keine Reisepässe wenn sie im Land bleiben. Der
Vorschlag eines Lebensmittelpasses durch Minister Berlakovich soll
doch nur darüber hinwegtäuschen, dass der Minister bei der
EU-Agrarreform nichts unternimmt, die agrarindustrielle Entwicklung
zu stoppen. Lange Produktionsketten und ein Dumping, das den Preis
für Lebensmittel immer weiter drückt, fördern Betrug und Schummelei.
Sie sind damit mitverantwortlich für den Pferdefleischskandal",
kritisiert Pirklhuber. Minister Berlakovich habe jetzt die Chance in
den Verhandlungen über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)
die ländliche Entwicklung zu fördern. Dies könnte die
Herstellungsketten verkürzen und die qualitativ hochwertige regionale
Produktion steigern.
"Auch die EU-Direktzahlungen müssen an die Einhaltung von
Umweltstandards geknüpft werden, damit die GAP-Reform für die
Unterstützung der Herstellung qualitativ hochwertiger und sicherer
Nahrung genutzt werden kann. Dagegen hat sich Berlakovich bisher
verwahrt", sagt Pirklhuber.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB






