- 27.02.2013, 10:01:52
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Kopf: Leopold Figl wurde zum Symbol für Österreich
Buchpräsentation "Leopold Figl und seine Zeit" gestern Abend im Parlament
Utl.: Buchpräsentation "Leopold Figl und seine Zeit" gestern Abend
im Parlament =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - In einer Umfrage im Jahr 1998, wo es darum ging,
auf wen die Österreicherinnen und Österreicher besonders stolz sind,
rangierte Leopold Figl nach Wolfgang Amadeus Mozart an zweiter
Stelle. Das beweist, dass Leopold Figl zum Symbol für Österreich
geworden ist. Und kaum jemand hat es sich so verdient, durch ein Buch
in das Bewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher
zurückgeholt und geehrt zu werden, wie dieser große Sohn unseres
Landes. Das sagte ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf gestern,
Dienstagabend, anlässlich der Buchpräsentation "Leopold Figl und
seine Zeit" im Parlament.
Im bis auf den letzten Platz besetzten Budgetsaal des Parlaments
saßen viele ehemalige und amtierende Politikerinnen und Politiker, um
die Erinnerungen an Leopold Figl zu teilen. Ehrengast der
Veranstaltung war Dkfm. Anneliese Figl, die Tochter des Geehrten, die
für das Buch ein persönliches Interview gab und bisher noch nicht
veröffentlichte Fotos zur Verfügung stellte. Sie gab einen kurzen
Streifzug durch die Kindheit und Jugend ihres berühmten Vaters. Seine
Kindheit sei jene eines "niederösterreichischen Bauernbuben" gewesen,
der durch den Tod seines Vaters "schon früh Verantwortung übernehmen
musste".
"Leopold Figl, ein Bauernsohn aus dem Tullnerfeld, gehört zu den
unbestrittenen Heroen der österreichischen Geschichte", sagte
Klubobmann Kopf in seiner Begrüßung. Als Opfer der Nazis - Figl war
jahrelang im KZ und wurde dort misshandelt - hatte er seinen Glauben
nie verloren und erbrachte nach dem Krieg als Politiker herausragende
Leistungen für sein Heimatland Österreich, für Niederösterreich, die
ÖVP und den Bauernbund. "Im Figl-Zimmer, einem Sitzungssaal im
ÖVP-Parlamentsklub, erinnert ein Brief Figls aus dem KZ Dachau an
seine Frau aus dem Jahr 1941 an diesen großen Mann und seinen
unerschütterlichen Glauben, der ihn durch die schwere Zeit getragen
hat."
Figl habe die Fähigkeit gehabt, auf Menschen zuzugehen, mit ihnen
umzugehen und sie zu berühren, hob Kopf den Charme, aber auch die
Bodenständigkeit Leopold Figls hervor. Mit diesen menschlichen
Eigenschaften habe er als Politiker agiert - als Bundesparteiobmann,
Außenminister, als erster freigewählter Bundeskanzler und als
Landeshauptmann - und zur Erlangung des Staatsvertrags für ein freies
Österreich beigetragen, erinnerte der ÖVP-Klubobmann an die berühmt
gewordenen Worte Figls im Schloss Belvedere: "Österreich ist frei".
Schultes: ein Buch, das berührt und nahe geht
"Die große Leistung von Leopold Figl bestand und besteht nicht
zuletzt darin, die Selbstverständlichkeit zu verankern, Österreicher
zu sein. Dafür hat er sich bis zur Selbstaufgabe eingesetzt", schloss
der Klubobmann und übergab das Wort an den Präsidenten der
Landwirtschaftskammer Niederösterreich und niederösterreichischen
Bauernbundobmann Hermann Schultes, der mit persönlichen Erinnerungen
an Leopold Figl aufwartete. Leopold Figl habe den Staatsvertrag mit
grüner Tinte unterzeichnet. Seither sei es Tradition, in offiziellen
Schriftstücken von Bauernbund und Landwirtschaftskammer im Gedenken
an Figl grüne Tinte zu verwenden. Auch er, Schultes, unterschreibe
als Präsident der NÖ Landwirtschaftskammer wie auch schon sein
Vorgänger Rudolf Schwarzböck in grün - "eine tägliche Erinnerung an
diesen großen Menschen, der so viel Kraft entwickelt hat, uns zum
Staatsvertrag zu führen. Er gibt Mut und erinnert an schwierige
Zeiten und daran, dass es Menschen sind, die Politik machen. Figl
zeigte, dass es immer darum geht, den Konsens zu suchen", so
Schultes. Das heute präsentierte Buch über Figl sei gelungen, leicht
lesbar, berührend und gehe einem nahe.
"Leopold Figl und seine Zeit" von Prof. Hans Ströbitzer und Dr.
Reinhard Linke (gebunden Ausgabe mit 188 Seiten) ist im Residenz
Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.
(Schluss)
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