• 26.02.2013, 15:44:59
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Bundesheer: Reformgruppe Wehrdienst nimmt Fahrt auf

Auch am Ziel der Attraktivierung des Zivildienstes wird auf Hochtouren gearbeitet

Utl.: Auch am Ziel der Attraktivierung des Zivildienstes wird auf
Hochtouren gearbeitet =

Wien (OTS/BMLVS) - "Die Bundesregierung ist bei der Erarbeitung des
Reformkonzeptes zum Wehrdienst, und auch bei der Attraktivierung des
Zivildienstes, gut unterwegs. Wir haben heute die Stärken und
Schwächen des derzeitigen Wehrdienstmodells analysiert und Eckpunkte
für die weiteren Arbeiten definiert", sagten heute, Dienstag,
Verteidigungsminister Norbert Darabos und Innenministerin Johanna
Mikl-Leitner nach der zweiten Sitzung der von der Bundesregierung
eingesetzten politischen Arbeitsgruppe zur Reform und Attraktivierung
des Wehrdienstes. Dieser gehören auch Staatssekretär Josef Ostermayer
und Klubobmann Karl-Heinz Kopf an.

Generalleutnant Othmar Commenda und Gruppenleiter Wilhelm Sandrisser
als Angehörige der "Vorbereitungs- und Steuerungsgruppe", die die
Arbeiten der politischen Arbeitsgruppe vorbereitet, haben heute zum
bisherigen Ergebnis der Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT-Analyse) zum
Wehrdienst vorgetragen. Dabei wurden auch erste mögliche Strategien
für die Optimierung des Wehrdienstes erörtert.

Die "Vorbereitungs- und Steuerungsgruppe" setzt sich zusammen aus dem
stellvertretenden Chef des Generalstabes, Generalleutnant Othmar
Commenda, dem Stabschef im Kabinett des Bundesministers für
Landesverteidigung und Sport, Generalmajor Karl Schmidseder,
Brigadier Harald Vodosek, sowie dem Verantwortlichen für
Sicherheitspolitik und die internationale und europäische
Zusammenarbeit im BM.I, Gruppenleiter Wilhelm Sandrisser.

In der SWOT-Analyse wurden etwa die Ausbildung und der Dienstbetrieb
für Rekruten, die Information für Stellungs- und Wehrpflichtige, der
gesellschaftspolitische Mehrwert des Wehrdienstes, der
Soldatenalltag, das Zusammenwirken zwischen zivilen Behörden und dem
Bundesheer bei Assistenzeinsätzen oder die Rolle der Miliz
beleuchtet.
Bis Juni 2013 sollen von der "Vorbereitungs- und Steuerungsgruppe"
folgende weitere Themenfelder bearbeitet und an die politische
Arbeitsgruppe berichtet werden: Aufgaben für und Anforderungen an das
Bundesheer im Zusammenhang mit dem Wehrdienst, Ausbildung und
Dienstbetrieb für Rekruten, Neugestaltung der Systemerhaltung,
Wehrpflicht und Integration sowie rechtliche Aspekte.
Innerhalb des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport
(BMLVS) werden die Themenfelder durch interne und externe Experten
bearbeitet.
Im Bundesministerium für Inneres wurde zur Unterstützung der
Arbeitsgruppe im Rahmen der Hausstrategie INNEN.SICHER. das Projekt
"Zusammenarbeit BM.I - Österreichisches Bundesheer" gestartet. Daran
arbeiten Expertinnen und Experten aus allen Bereichen des BM.I mit.
Die externen Experten kommen beispielsweise aus den Bereichen der
Rettungsorganisationen, Feuerwehr, Sozialpartner oder der
Interessensvertreter der Offiziersgesellschaft,
Unteroffiziersgesellschaft und der Miliz.
Im Bundesministerium für Inneres wurde auch ein Projekt zur
"Attraktivierung des Zivildienstes" begonnen. Dabei werden Maßnahmen
und rechtliche Rahmenbedingungen erarbeitet, um den Zivildienst
attraktiver zu gestalten. Ziel ist es, den Zivildienst für die
Zivildienstleistenden zu verbessern, indem etwa bereits vorhandene
Qualifikationen besonders berücksichtigt werden oder die Zuweisung zu
einer bestimmten Einrichtung noch besser mit den Wunschvorstellungen
junger Männer in Übereinstimmung gebracht wird. Dabei soll auch
abgeklärt werden, wie weit beim Zivildienst erworbene Ausbildungen
und Fertigkeiten im späteren Leben angerechnet werden können.
Auf Seite der Einrichtungen und Trägerorganisationen soll geklärt
werden, wie ihre Verwaltungstätigkeit allenfalls erleichtert könnte.
In die laufenden Arbeiten des Zivildienst-Projekts sind neben dem
Bundesministerium für Inneres auch die Trägerorganisationen, das
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, das
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, das
Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium für
Landesverteidigung und Sport eingebunden. Das BMLVS wird mit seinen
Experten auch an der laufenden Reform des Zivildienstes mitarbeiten.

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