• 25.02.2013, 10:16:11
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Schultes: Markt muss hohe Tierhaltungs-Standards leistungsgerecht abgelten

Stöger soll Rahmenbedingungen im Sinne der Bauern und Konsumenten umsetzen

Utl.: Stöger soll Rahmenbedingungen im Sinne der Bauern und
Konsumenten umsetzen =

St. Pölten (OTS) - "Die hohen Standards der österreichischen
Tierhaltung müssen am Markt auch honoriert werden. Im Zuge der
aktuellen Diskussion über Pferdefleisch als Rindfleischersatz in der
Verarbeitung oder über die Besatzdichten in der Mast-Geflügelhaltung
ist mit Nachdruck klarzustellen, dass der freie Handel nur unter
gleichen Wettbewerbsvoraussetzungen europaweit und letztlich am
Weltmarkt funktionieren kann. Ganz aktuell ist das Bespiel
Mast-Putenhaltung, wo derzeit auf österreichischen Betrieben keine
Tiere eingestallt werden, weil der Marktdruck aus dem Ausland zu groß
ist. Das zeigt wieder einmal deutlich auf, dass es nicht angehen
kann, der inländischen Produktion die höchsten Standards
abzuverlangen und gleichzeitig beim internationalen Handel die Augen
zu verschließen", betont der Präsident der Landwirtschaftskammer
Niederösterreich, Hermann Schultes.

Die LK NÖ fordert daher Bundesminister Alois Stöger auf,
"Wettbewerbsgleichheit zu anderen EU-Staaten herzustellen, damit
nicht in einigen Jahren das böse Erwachen kommt und die
österreichische Produktion praktisch nicht mehr existent ist". "Wir
sind in den heimischen Regalen beim Preis mit einer permanenten
Abwärts-Spirale bei ausländischen Produkten - produziert nach
deutlich geringeren Standards - konfrontiert. Deshalb sind unsere
hochqualitativen Erzeugnisse, die zu sehr hohen Standards und nach
einem der strengsten Tierschutzgesetze in der EU produziert werden,
am Markt einfach nicht konkurrenzfähig. Dass ein solcher Prozess
irreversibel ist, braucht in diesem Zusammenhang nicht gesondert
betont zu werden", warnt Schultes. Es müsse zudem eine klare
Herkunftskennzeichnung, sowohl für Verarbeitungsprodukte im Handel
als auch in der Gastronomie und in den Großküchen, her, damit die
Konsumenten überall Gewissheit haben, wirklich das zu bekommen, was
sie erwarten: qualitativ hochwertige, regionale Produkte aus
Österreich.

"Ich fordere den Gesundheitsminister daher auf, endlich zu handeln
und Chancengleichheit mit den anderen EU-Staaten herzustellen.
Außerdem hat er sich in Brüssel dafür einzusetzen, dass EU-weit
vorgegebene Standards auch wirklich umgesetzt werden und Verstöße
entsprechend sanktioniert werden", so Schultes.

"Gerade das Beispiel der Nicht-Umsetzung des Käfighaltungsverbots
in vielen EU-Staaten und dessen drastische Auswirkungen auf unsere
heimische Produktion zeigt uns nämlich genau das Gegenteil: Eier aus
Käfighaltung werden importiert und häufig in Verarbeitungsprodukten
ohne ehrliche Deklaration verwendet. Auch das ist
Konsumententäuschung", unterstreicht Präsident Schultes. Es sei daher
"höchste Zeit, dass Minister Stöger endlich die guten Vorschläge der
Geflügelhalter umsetzt".
(Schluss)

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