• 25.02.2013, 10:14:01
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Grüne Niederösterreich zu Atomkraft: "EVN soll rechtlichen Trumpf ausspielen!"

Studie könnte Atomkraft-freies Europa forcieren

Utl.: Studie könnte Atomkraft-freies Europa forcieren =

St. Pölten (OTS) - Einer Studie der Johannes Kepler Universität Linz
zufolge stellt die Haftungsbeschränkung, wie sie derzeit bei
Atomkraftwerken gilt, nach europäischem Recht eine
Wettbewerbsverzerrung dar. "Die EVN hätte mit dieser Studie ein
Werkzeug in der Hand, um Atomkraftwerksbetreiber zu klagen. Damit
wäre ein Meilenstein im Kampf für ein Atomkraft-freies Europa
gesetzt. Diesen Trumpf muss Niederösterreich ausspielen", fordert
Elisabeth Kerschbaum, Anti-Atomsprecherin der Grünen
Niederösterreich, den niederösterreichischen Energiekonzern auf.

Derzeit müsste aufgrund der Haftungsbeschränkung nur ein Bruchteil
des Schadenskosten vom Betreiber bezahlt werden, zitiert Kerschbaum
eine französische Studien: "Ein AKW-Unfall in Europa im Ausmaß der
Katastrophe in Fukushima würde 430 Milliarden Euro kosten. Die
Haftung im Schadensfall beschränkt sich aber auf lächerliche 1,5
Milliarden Euro. Mehr als 99 % einer möglichen Schadenssumme werden
damit auf die Allgemeinheit ausgelagert. Eine korrekte
Versicherungspflicht ist das Minimum an Fairness, das die Europäische
Bevölkerung von der Atomlobby einfordern muss!", weiß Kerschbaum.

"Die EVN hat den politischen Willen in Niederösterreich umgesetzt und
liefert ihren Kunden keinen Atomstrom. Jetzt ist es an der Zeit, dass
sich die EVN im Interesse der NiederösterreicherInnen gegen die
staatlichen Subventionen an die Atomlobby wehrt. Die Anleitung dafür
findet sie in der oberösterreichischen Studie", ist Kerschbaum
überzeugt.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRN

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