- 24.02.2013, 08:00:31
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"trend": Bauernbund-Chef schlägt wegen Bodenspekulation Alarm
Jakob Auer: "Ich warne vor einer Situation, wo Bauern zu Leibeigenen ihrer Felder werden" - Schreiben an Kardinal Schönborn
Utl.: Jakob Auer: "Ich warne vor einer Situation, wo Bauern zu
Leibeigenen ihrer Felder werden" - Schreiben an Kardinal
Schönborn =
Wien (OTS) - Der anhaltende Aufkauf von landwirtschaftlichen Flächen
durch Nichtagrarier veranlasst nun auch Jakob Auer, Präsident des
Bauernbundes, Stellung zu beziehen. In einem Interview in der am
Montag erscheinenden Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend" sagt der
ÖVP-Politiker: "Nur solange Äcker von Bauern bewirtschaftet werden,
ist auch eine Versorgung mit regionalen Lebensmitteln und
Grundprodukten garantiert." Nur das sei "ein Schutz vor industrieller
Großproduktion, deren kriminelle Auswüchse wir aktuell am Beispiel
der Pferdefleisch-Schieberei sehen".
Rund 30 Prozent der Agrarflächen seien inzwischen in den Händen von
Nicht-Landwirten, in einzelnen niederösterreichischen Gemeinden
sollen es laut Medienberichten schon bis zu 80 Prozent sein. Zuletzt
hatten Ackerkäufe der Erzdiözese Wien zu angeblich überhöhten Preisen
für Unruhe unter den Bauernvertretern gesorgt. Dass Vertreter der
Diözese argumentiert hatten, in den offiziellen Preisen seien übliche
"Schwarzzahlungen" nicht berücksichtigt, veranlasst den Bauernbund
nun offiziell zurückzuschlagen. Ein Schreiben an Kardinal Christoph
Schönborn zur Klärung der Angelegenheit ist laut "trend" ist in
Vorbereitung.
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