• 22.02.2013, 15:03:21
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Schultes: Maßnahmen der Österreichischen Landwirtschaft zum Schutz Bienen sind erfolgreich

Für die EU zählen Fakten und nicht die Hetzkampagnen von Global 2000 und Co.

Utl.: Für die EU zählen Fakten und nicht die Hetzkampagnen von
Global 2000 und Co. =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Die EU-Kommission hat den Termin zur Abstimmung
des vorliegenden Vorschlags vertagt, aufgrund unzureichender
Faktenlagen und vieler noch nicht geklärter Fragen. Die
österreichische Landwirtschaft hält sich schon seit langem an
verpflichtende wirksame Auflagen zum Schutz der Bienen. Und das
erfolgreich", zeigt ÖVP-Umweltsprecher Abg. Hermann Schultes auf.

"Das europäische System der Lebensmittelüberwachung zeigt, dass
nachweisbare Rückstände von Pflanzenschutzmitteln bei
österreichischen Lebensmitteln bis auf sehr seltene Ausnahmen unter
den als zulässig geltenden Grenzwerten liegen. Die Auswertungen
Österreichischer Studien (AGES) zeigen auch bei gezielt ausgewählten
Verdachtsproben ohne genaue Herkunftsangaben geringe messbare Werte.
Für die EU zählen Fakten und nicht Hetzkampagnen. Daher werden in der
EU in rechtsverbindlichen Entscheidungen auf wissenschaftlicher
Grundlage ordentlich vorbereitet" sagt Schultes.

Ein Unfall hat 2008 beim Umgang mit Clothianidin in Deutschland zu
einer gesteigerten Aufmerksamkeit und zu einem fokussierten
Problembewusstsein geführt. Das in Deutschland vergleichsweise
seltene Auftreten des Maiswurzelbohrers macht daher die Anwendung von
Clothianidin nicht unbedingt erforderlich. So kam es zu einer
Verringerung der Zulassung von Clothianidin auf eine eingeschränkte
Liste möglicher Verwendungen. "Das teilweise Verbot der Anwendung von
Clothianidin ohne Prüfung von Alternativen wirft bis heute nicht
beantwortete Fragen bezüglich alternativer Strategien und Impulse für
die Anwendung gentechnisch verwendeter Saaten auf. Und obwohl seit
2011 der Einsatz bestimmter Beizmittel in Deutschland, Slowenien und
Italien verboten ist, geht das Bienensterben in diesen Ländern
weiter. Im Vergleich zu Österreich melden Dänemark, Deutschland und
Schweiz in den vergangenen Monaten sogar höhere Varroa-bedingte
Ausfallsraten von bis zu 40 Prozent aller Bienenvölker im letzten
Winter" so Schultes.

In Österreich wurden risikomindernde Maßnahmen gesetzt und das
Gesamtrisiko der großen Schäden durch Maiswurzelbohrer durch ein
Bündel von Maßnahmen reduziert. So werden in Niederösterreich
überhaupt nur mehr 10 Prozent der Maisflächen durch Beize geschützt.
Maisbeize kann daher nicht mehr zur Erklärung der weiterhin üblichen
Bienenverluste herangezogen werden.

Zusätzlich zur Varroa sind im vergangenen Jahrzehnt rund ein halbes
Dutzend Virosen - DWV (Flügeldeformationsvirus), ABPV
(Akutes-Bienenparalyse-Virus), CBPV (Chronisches
Bienen-Paralyse-Virus), BQCV (Schwarzes Königinnenzellenvirus), SBV
(Sackbrutvirus), KBV (Kaschmir-Bienen-Virus), IAPV (Israelisches
Akutes-Bienen-Paralyse-Virus) - zur zusätzlichen Gefahr für die
Bienen geworden.

"In der österreichischen Landwirtschaft haben wir Maßnahmen und
Lösungen seit langem getroffen und umgesetzt. Es zeigt sich immer
deutlicher, dass die Imker ihre Ursachen für das Bienensterben nun
endlich auch lösen müssen" fordert Hermann Schultes abschließend.
(Schluss)

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