- 22.02.2013, 14:37:02
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Jobwunder Tourismus: Boombranche forcieren statt schlechtreden
Wien (TP/OTS/ÖHV) - Um ein Viertel mehr Arbeitsplätze als noch vor
zehn Jahren und das bei einer Rekord-KV-Steigerung von 9,5 %: Würden
andere Branchen so performen wie Österreichs Top-Hotellerie, stünden
Österreich und Europa heute anders da. Die ÖHV setzt auf eine
gemeinsame Kraftanstrengung mit Gewerkschaft und Politik.
Österreichs Hoteliers und ihre Mitarbeiter können stolz sein auf
das, was sie zusammen in den vergangenen Jahren erreicht haben: Ein
Nächtigungsrekord folgt dem anderen, die Zahl der Mitarbeiter ist um
ein Viertel gestiegen und im vergangenen Jahr wurde der KV-Lohn um
9,5 % erhöht: "Diese Steigerung ist enorm, gerade angesichts der
schmalen Margen im Tourismus. Das wirkt sich ja auf alle Gehälter in
den Betrieben aus. Diesen Verhandlungserfolg sollte sich die
Gewerkschaft nicht selbst schlechtreden", erklären die Präsidenten
der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Michaela Reitterer
und Mag. Gregor Hoch. Im Vorjahr schrieb das AMS mehr als 63.000
Stellen für Kellner, Gaststättenköche und Reinigungskräfte aus. In
den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Mitarbeiter im
Tourismus um ein Viertel, während die hochsubventionierte Industrie
und die öffentliche Hand trotz steigender Staatseinnahmen Mitarbeiter
abbauten.
ÖHV an Gewerkschaft: Gemeinsam Berufsbilder mit Zukunft
forcieren
"Die meisten Arbeitsplätze werden in der Top-Hotellerie mit
überdurchschnittlichen Gehältern und den besten Arbeitsbedingungen
geschaffen. Da entstehen so viele neue Projekte, dass die Betriebe
mit Ausbildung und Mitarbeitersuche kaum nachkommen. Innovative
Konzepte wie die Lehrlingsakademie der ÖHV werden da stark
nachgefragt", erklärt Reitterer. Auch die Gewerkschaft sei gefordert:
"Die duale Ausbildung hat sich bewährt, Form und Inhalt müssen aber
Schritt halten mit der gesellschaftlichen Entwicklung", so Reitterer.
Die vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw)
entwickelte modulare Lehre entspreche den Forderungen der
Gewerkschaft nach einer breiten Basis: "Von Schmalspurausbildung kann
da keine Rede sein. Die Gewerkschaft soll das unterstützen", fordert
Reitterer die Gewerkschaft auf, sich für die Zukunft ihrer Mitglieder
zu engagieren. Über die genaue Ausformung könne man reden.
Reitterer: "Rückkehr zu Arbeitsmarktpolitik mit Herz und Hirn"
Inakzeptabel ist für die ÖHV, dass Arbeitnehmervertreter die
Mitarbeiter der Hoteliers diskreditieren: "Wer von Überfremdung
spricht, offenbart eine Geisteshaltung, von der wir uns klar
distanzieren müssen. Damit meine ich auch den Gewerkschaftsbund",
verweist Reitterer die Führung von vida und ÖGB auf die Aussagen des
Salzburger Arbeiterkammer-Präsidenten. "Uns ist klar, dass diese
billigen Aussagen genauso wahlkampfbedingt sind wie die undurchdachte
Forderung der Innenministerin, den Druck auf die Asylwerber zu
erhöhen. Das macht sie aber um nichts besser. Die Gewerkschaft hat in
ihrem eigenen Bereich genug Handlungsbedarf", fordert Reitterer eine
Rückkehr zu einer Arbeitsmarktpolitik mit Herz und Hirn. "Ich lade
die Gewerkschaft ein, gemeinsam mit uns hier den Hebel anzusetzen
anstatt alles schlechtzureden", so Reitterer.
Erfolgreiches Engagement für Österreichs Tourismus
Die ÖHV engagiert sich als unabhängige Interessenvertretung für
Österreichs Tourismus. Davon profitieren 230.000
Branchenbeschäftigte. Die Tourismusbetriebe sind die heimlichen
Retter der Leistungsbilanz: Jedes Jahr gleichen sie das Minus aus,
das durch die Abgänge in der Industrie entsteht. Ohne die
zusätzlichen Arbeitsplätze im Tourismus würde auch der Arbeitsmarkt
kippen, da in anderen Bereichen wie etwa der Produktion oder im
öffentlichen Dienst, die Arbeitsplätze eingespart werden. Die
klassische Wirtschaftsförderung konzentriert sich dennoch auf die
klassischen Wirtschaftsbereiche wie Industrie oder Landwirtschaft.
Bei Boombranchen wie dem Tourismus wird seit Jahren gespart. Das
ÖW-Budget sinkt real etwa seit mehr als zehn Jahren.
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