- 22.02.2013, 11:45:31
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Mikl-Leitner zum Tag der Kriminalitätsopfer
Schwerpunkt auf ältere Menschen
Utl.: Schwerpunkt auf ältere Menschen =
Wien (OTS) - Anlässlich des Tages der Kriminalitätsopfer am 22.
Februar veranstaltete das Innenministerium mit der
Verbrechensopferhilfsorganisation WEISSER RING auch heuer wieder
einen Schwerpunkttag. Im Zentrum zahlreicher Diskussionen und
Vorträge standen ältere Menschen. "Es gibt viele Kriminalitätsformen,
die speziell auf ältere Menschen zugeschnitten sind. Ich denke hier
beispielsweise an den Enkel-Neffen-Trick, bei dem die Täter eine
familiäre Nähe zum Opfer vortäuschen mit dem Ziel, eine Finanzspritze
zu erbeuten", sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner.
"Die Kriminalitätsstatistik zeigt, dass ältere Menschen immer öfter
Opfer von Straftaten werden. Die Zahl der Anzeigen wegen
Körperverletzungen an Menschen über 65 Jahre sind von 663 Anzeigen im
Jahr 2008 auf 970 Anzeigen im Jahr 2012 angestiegen", sagte der
Direktor des Bundeskriminalamtes General Franz Lang. "Ältere Menschen
leiden auch stärker unter den seelischen Folgen erlittener Straftaten
wie Raub, Diebstahl oder Trickbetrug. Dementsprechend hilft der
WEISSE RING kostenlos durch psychologische und juristische
Unterstützung, durch Hausbesuche und die Begleitung bei
Behördenwegen, aber auch durch finanzielle Hilfe im Notfall", sagte
der Präsident des WEISSEN RINGES, Hon.Prof. Dr. Udo Jesionek.
Das Innenministerium hat mit dem WEISSEN RING eine
Veranstaltungsreihe für Seniorinnen und Senioren ins Leben gerufen.
Ab April sollen ältere Menschen in ganz Österreich über
zielgruppenspezifische Themen wie beispielsweise Trickbetrug oder
Gewalt in der Pflege informiert werden. Außerdem bekommen die älteren
Menschen Präventionstipps und konkrete Unterstützungsangebote. Die
Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen den
Landespolizeidirektionen und den Landesleitungen des WEISSEN RINGES.
Einbezogen werden regionale Partner wie beispielsweise
Gewaltschutzzentren, Sozial- und Seniorenreferenten der
Landesregierungen, Senioren- Interessensvertretungen und
Ombudsstellen. Als Begleitmaßnahme werden Info-Folder verteilt.
Mit der jüngsten Novellierung des Verbrechensopfergesetzes (VOG)
wurden wesentliche Forderungen des WEISSEN RINGES umgesetzt. "Dazu
zählen zum Beispiel die Kostenübernahme bei Krisenintervention, die
Verankerung von Schock- und Traumaschäden entsprechend der im
zivilrechtlichen Schadenersatzrecht entwickelten Judikatur, die
Vereinheitlichung der Antragsfristen, die sehr essenzielle Erhöhung
der Pauschalentschädigung für Schmerzensgeld und des Ersatzes von
Bestattungskosten", betonte Jesionek
"Wir fassen in unserer täglichen Arbeit im Bereich Opferschutz nicht
nur Seniorinnen und Senioren in den Fokus, wir sorgen uns um den
Schutz und die Sicherheit aller Österreicherinnen und Österreicher",
sagte Mikl-Leitner und verwies auf das Projekt Nachbetreuung von
Einbruchsopfern, das seit Juni 2012 in ganz Österreich läuft. "Jeder
Einbruch in die eigenen vier Wände ist für die Betroffenen ein Schock
und kann bis hin zur Traumatisierung führen. Daher findet zeitnah
nach einem Einbruch, jedenfalls aber innerhalb von 20 Tagen, die
Nachbetreuung der Opfer durch die Polizei statt", erläuterte die
Innenministerin. Bei der Nachbetreuung werden die Geschädigten über
den Stand der Ermittlungen informiert, sofern dies aus
kriminaltaktischen Gründen möglich ist. Weiters holt die Polizei von
den Opfern Informationen ein, die sich in der Zwischenzeit ergeben
haben. Die Geschädigten werden auch über externe
Unterstützungsmöglichkeiten wie den Opfernotruf 0800 112 112
informiert, ebenso über Möglichkeiten der Prävention.
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