Parlamentsveranstaltung zu Missbrauch: Absage durch NR-Präs. Prammer Zeichen gegen weitere Ausgrenzung

Wien (OTS) - Mit großer Anerkennung reagierte die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt auf die Entscheidung von NR-Präsidentin Prammer, das Symposium zu "Gewalt und Missbrauch", eine gemeinsame Veranstaltung mit der Klasnic - Kommission der Erzdiözese Wien, im Parlament abzusagen. Im Rahmen der Veranstaltung hätte zwar auch ein Opus Dei Mitglied referiert, es war jedoch kein einziger Betroffener als Experte geladen. Prammer begründet die Absage damit, dass sie "unbedingt vermeiden möchte, dass sich die Opfer ausgegrenzt fühlen."

Noch 2011 war ihr Parteikollege Bundespräsident Heinz Fischer nicht bereit gewesen, Kirchenopfern einen Termin zu gewähren. Hingegen hatte er die von Betroffenen kritisierte Klasnic Kommission und die ganze Bischofskonferenz sehr wohl empfangen und auch sehr lobende Worte für deren "Aufarbeitung" gefunden.

Absage auch an kircheneigene Aufarbeitung

"In der Politik scheint sich endlich etwas zu bewegen", freut sich Sepp Rothwangl von der Plattform kirchlicher Gewalt. "Barbara Prammers Entschluss zeugt von Weitsicht und Sensibilität. Wir Betroffene fühlen uns damit gehört und ernst genommen. Wir stehen jederzeit zur Verfügung, um jetzt gemeinsam mit der Politik dieses finstere Kapitel der österr. Geschichte aufzuarbeiten und haben auch das know-how dazu. Denn eine Aufklärung kann nur kirchen- und damit täterunabhängig erfolgen. Die Klasnic-Kommission der Erzdiözese Wien hat bisher immer im Interesse ihres Auftraggebers, nämlich der Kirche, agiert. Jetzt könnte endlich eine echte Aufarbeitung beginnen", schließt Rothwangl.

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