• 21.02.2013, 12:12:44
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Auer: Gewerbsmäßigem Etikettenbetrug gehört EU-weit Riegel vorgeschoben

Regionale Warenströme - Verstärkt heimisch kaufen - Vollzug auf Touren bringen

Utl.: Regionale Warenströme - Verstärkt heimisch kaufen - Vollzug
auf Touren bringen =

Wien (OTS) - "Die ungeheure Dimension der Fleischpantscherei und
-schieberei deutet ganz klar auf gewerbsmäßigen und ganz
offensichtlich auch vorsätzlichen Betrug hin. Es kann nicht sein,
dass industrielle Fleischkonzerne und Großhändler in ganz Europa auf
dem Rücken von Bauern und Konsumenten Etikettenschwindel und
Rosstäuscherei betreiben. Solche Praktiken gehören lückenlos
aufgearbeitet und abgestellt", erneuerte Bauernbund-Präsident Jakob
Auer heute eine traditionelle Forderung des Bauernbundes nach einer
ausgeweiteten Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Fleischprodukte
und Milcherzeugnisse.

Die Forderung von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich
nach einem Lebensmittel-Reisepass zeige die richtige Richtung an,
lobte der Bauernbund-Präsident. "Gesundheitsminister Stöger ist jetzt
gefordert, den Vollzug und die Lebensmittelaufsicht auf Touren zu
bringen und die bestehenden gesetzlichen Regelungen entsprechend
scharf zu kontrollieren", forderte Auer den ressortverantwortlichen
Minister zum Handeln auf.

Kein Jahr vergehe mittlerweile ohne einen Lebensmittelskandal, der
auch unschuldige Erzeuger beziehungsweise österreichische Bäuerinnen
und Bauern in Misskredit bringe und die Konsumenten verunsichere.
"Das Problem liegt nicht beim Pferdefleisch, sondern dass damit im
großen Stil Etikettenschwindel betrieben wird", sieht Auer die
Verantwortung ganz klar bei industriellen Fleischhändlern, nicht bei
den bäuerlichen Erzeugern. "Jetzt muss Schluss sein mit
Rosstäuscherei und Pferdeschieberei quer durch Europa", ist Auer über
das Ausmaß des Skandals entsetzt.

Initiative "Heimisch kaufen - Österreichische Arbeitsplätze
sichern!"

"Wir haben mit der Initiative 'Heimisch kaufen - Österreichische
Arbeitsplätze sichern!' vor drei Jahren den richtigen Weg
eingeschlagen und knapp 150 österreichische Lebensmittelverarbeiter
auf der Plattform www.heimischkaufen.at versammelt. Unsere Bauern und
Verarbeiter produzieren gesunde, hochqualitative Nahrungsmittel, die
einem strengen Lebensmittelkodex unterliegen. Ein sehr sicherer Weg
beim Einkaufen ist eine gezielte Suche nach Produkten regionaler
Herkunft", appelliert Auer an die Konsumenten, auf die Herkunft der
Erzeugnisse zu achten.

"Irreführenden Verpackungsaufschriften, Österreich-Fähnchen sowie
lügnerische Produktbezeichnungen und - beschreibungen gehört
schnellstens ein Riegel vorgeschoben. Hier ist Gesundheitsminister
Stöger gefordert, in Brüssel endlich die richtigen Maßnahmen
umzusetzen. Die EU-Kommission hat passende Pakete dazu längst in der
Schublade liegen. Jetzt ist der Moment da, die Schublade aufzumachen
und politische Maßnahmen zu setzen, um eine Regelung im Sinne der
Konsumenten sowie der landwirtschaftlichen Produzenten auf Schiene zu
bringen. Auch wenn die Industrielobbyisten in Brüssel gegen
Kennzeichnung und Transparenz arbeiten - das Vertrauen in die gesamte
Branche kann jetzt nur noch durch hartes Durchgreifen wieder
hergestellt werden", forderte Bauernbund-Präsident Auer.
(Schluss)

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