- 20.02.2013, 11:53:55
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Gahr: Fünf-Parteien-Entschließungsantrag betreffend Schutz der Arktis
Schutzgebiete rund um den Nordpol und Schutz der bedrohten Eisbären
Utl.: Schutzgebiete rund um den Nordpol und Schutz der bedrohten
Eisbären =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Arktis ist eines der letzten nahezu
unberührten großen Naturparadiese dieser Erde. Dieses einmalige
Ökosystem ist jedoch durch den Klimawandel und die wachsende
wirtschaftliche Ausbeutung in Gefahr, zeigt sich ÖVP-Abg. Hermann
Gahr, der heute ÖVP-Umweltsprecher Abg. Ing. Hermann Schultes als
ÖVP-Fraktionsvorsitzenden im Umweltausschuss vertritt, alarmiert.
"Das arktische Meereis schmilzt rasant." In den letzten 30 Jahren
verschwanden über 75 Prozent der arktischen Eisdecke. Sollte sich
dieser Trend fortsetzen, könnte Schätzungen zufolge der arktische
Ozean etwa im Sommer 2030 das erste Mal seit Menschengedenken
komplett eisfrei sein. Deshalb soll heute ein
Fünf-Parteien-Entschließungsantrag betreffend Schutz der Arktis
eingebracht werden.
Mit dem Anwachsen der eisfreien Gebiete im Nordpolarmeer wachsen auch
die wirtschaftlichen Interessen. Vor allem Ölfirmen wollen sich die
Folgen des Klimawandels zu Nutze machen. Es drohe eine
Industrialisierung des Nordpolarmeeres. "Das Ökosystem der Arktis ist
allerdings verwundbarer gegen Ölunfälle als andere Regionen auf
dieser Welt", verweist Gahr darauf, dass durch die niedrigen
Temperaturen und Eisbedeckungen die Giftstoffe des Öls lange Zeit im
Ökosystem verbleiben und dieses dauerhaft schädigen. "Für viele Tier-
und Pflanzenarten ist ein intaktes Ökosystem aber überlebenswichtig.
Der Klimawandel und der rasante Rückgang des Polareises bedrohen
unter anderem den Eisbären in seiner Existenz."
Im Entschließungsantrag wird die Bundesregierung ersucht, sich aktiv
in allen nationalen, europäischen und internationalen Gremien für den
größtmöglichen Schutz der Arktis als Naturlebensraum einzusetzen,
unter anderem für die Einrichtung eines internationalen
Schutzgebietes rund um den Nordpol sowie im Hinblick auf die nächste
Vertragsstaaten-Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens im
März 2013 für eine Listung des Eisbären in Anhang 1 des Abkommens
(Anmerkung: Dieser listet die unmittelbar bedrohten Arten auf und
verbietet den Handel mit diesen) einzutreten, um so den bestmöglichen
Schutz der Art zu gewährleisten. Zudem sollen keine Exportförderungen
und Exportförderungsgarantien für österreichische Unternehmen für
umweltgefährdende Industrieprojekte in der hohen Arktis übernommen
werden.
(Schluss)
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