- 18.02.2013, 11:24:42
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VP-Leeb ad Brandsteidl: Stadtschulrat als Palast statt Geld für Wiener Schulen?
Wien (OTS) - Erst 2001 (!) übersiedelte der Wiener Stadtschulrat in
ein vollständig renoviertes Gebäude in der Wipplingerstraße im ersten
Bezirk. Nun soll wie Medien berichten, dieser Standort für 600.000
Euro erneut umgebaut werden. Mit einem neuen Kundenzentrum will der
Stadtschulrat für Wien sein Service für die rund 220.000 Wiener
Schüler, ihre Eltern sowie die 22.800 Lehrer deutlich verbessern, ist
zu lesen. Diese Aussage Brandsteidls ist in Anbetracht der
herrschenden baulichen Zustände an vielen Wiener Schulen wohl nur
mehr als vollständige Abgehobenheit und Realitätsferne zu bezeichnen.
"Denn es ist Wien, wo tausende Schülern seit über 40 (!) Jahren in
Containern unterrichtet werden. Es ist Wien, wo in vielen Schulen den
Schülern sprichwörtlich die Decke auf den Kopf fällt. Es ist Wien, wo
viele Eltern, Lehrer und Schüler ihr Arbeitsumfeld in Eigenregie und
auf eigene Kosten brauchbar machen müssen, indem sie Klassenzimmer
selbst ausmalen oder fehlende Lehrmittel selbst zukaufen" so die
Bildungssprecherin der Wiener ÖVP, LAbg. Isabella Leeb, heute in
einer ersten Reaktion.
Wien wächst und wird es sich nicht leisten können, auf
Zukunftsinvestitionen besonders im Bildungsbereich zu verzichten. Zu
klären ist aber die Frage, was denn da wohl dazu gehört, so Leeb. Und
so listig uns Frau Brandsteidl ihre Umbaupläne auch zu verkaufen
versucht, ein neues Kundenzentrum für den Stadtschulrat für 600.000
Euro gehört nicht dazu. Wichtiger sind neue Schulplätze und ein
Lebens- und Arbeitsumfeld für Schüler und Lehrer, das überhaupt als
solches zu bezeichnen ist.
Die Sozialdemokraten sind schon lange von ihren Prinzipien und Werten
abgekommen, das zeigt dieses Beispiel eindrucksvoll. Denn
mittlerweile werden Paläste für den Stadtschulrat errichtet anstatt
Geld in die Zukunft der Kinder zu investieren, so Leeb abschließend,
die Bürgermeister Häupl auffordert, seine Stadtschulratspräsidentin
im Sinne eines verantwortungsvollen Steuermitteleinsatzes
zurückzupfeifen und weitere parlamentarische Mittel ankündigt, dieses
Vorhaben noch zu verhindern.
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