- 16.02.2013, 12:08:25
- /
- OTS0031 OTW0031
Jobmotor Hotellerie: Zwangsarbeit schadet
ÖHV (Wien): Die ÖHV-Präsidenten Gregor Hoch und Michaela Reitterer lehnen die Zwangsrekrutierung von Mitarbeitern grundsätzlich ab. Der Branche würde das mehr schaden als nützen
Utl.: ÖHV (Wien): Die ÖHV-Präsidenten Gregor Hoch und Michaela
Reitterer lehnen die Zwangsrekrutierung von Mitarbeitern
grundsätzlich ab. Der Branche würde das mehr schaden als
nützen =
Wien (TP/OTS) - Keine Branche nimmt so viele neue Mitarbeiter auf wie
der Tourismus: Die Zahl der Arbeitsplätze in Hotellerie und
Gastronomie ist in den vergangenen zehn Jahren um 25,1 % gestiegen,
in der Gesamtwirtschaft um 9,5 %, in der Industrie ist sie sogar
gesunken. 2012 wurden für keine andere Position so viele Mitarbeiter
gesucht wie als Kellner, Gaststättenköche und Reinigungskräfte: drei
Tourismusberufe. Alleine das AMS hat auf diesen Positionen mehr als
63.000 Stellen ausgeschrieben.
ÖHV an Politik: Sinnvolle Aktionen fördern
"Die Branche wächst so stark, dass wir innovative Ideen sehr
schätzen. Zwangsarbeit kann aber kein Konzept für eine
mitteleuropäische Volkswirtschaft des 21. Jahrhunderts sein. Das ist
eher ein Beitrag zum niederösterreichischen Wahlkampf als zur
Wirtschafts- oder Arbeitsmarktpolitik", erklären Michaela Reitterer
und Mag. Gregor Hoch, Präsidenten der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV) zu Innenministerin Johanna Mikl-Leitners
Vorschlag, Asylwerber zur Saisonarbeit zu verpflichten. Hilfreich
wären die Anhebung der Zuverdienstgrenze für Asylwerber oder
flexiblere Arbeitszeiten, was Wirtschaftsminister Dr. Reinhold
Mitterlehner vorgeschlagen hat.
ÖHV an BMI: Sinnvolle Aktionen fördern
"Alle, die gerne und freiwillig mitarbeiten - ganz egal, welcher
Herkunft, ganz egal, warum sie hier sind - sind herzlich willkommen",
hält Reitterer fest. Die ÖHV hat arbeitslose Jugendliche aus Spanien
und mitarbeitersuchende Hoteliers in Österreich zueinander gebracht.
Via www.oportunidad-austria.es melden sich immer noch viele, die
gerne hier arbeiten. "Das macht Sinn. Wenn die Innenministerin einen
Beitrag zur Arbeitsmarktpolitik leisten will, soll sie diese Aktion
unterstützen. Sie liegt ihrem Haus vor", so Reitterer.
Sinnvolle Aktionen werden abgelehnt
Freiwilligkeit sei Voraussetzung für Erfolg in Service-Betrieben,
halten die beiden Präsidenten fest. Laut IHS finden in einem Jahr
425.000 Menschen in Österreichs Tourismusbetrieben Beschäftigung, im
Jahresdurchschnitt sind es 230.000. "Wir haben viele Mitarbeiter und
stellen gerne noch mehr ein - aber sicher nicht so", distanziert sich
Hoch von dem Vorschlag. Der Erfolg des österreichischen Tourismus
basiert auf internationalen Mitarbeitern, die engagiert und gerne für
internationale Gäste arbeiten!
Erfolgreiche Interessenvertretung für Österreichs Tourismus
Die ÖHV gestaltet seit 60 Jahren als freiwillige parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2011
über direkte und indirekte Wertschöpfung 14,6 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz
Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TPK






