• 15.02.2013, 13:57:10
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Linzer Stadtwache: Nur "echte" PolizistInnen gewährleisten ausreichenden Schutz und Sicherheit

SPÖ-Polizeisprecher Hermann Krenn: "Ein Ordnungsdienst kann geschulte PolizeibeamtInnen keinesfalls ersetzen!"

Utl.: SPÖ-Polizeisprecher Hermann Krenn: "Ein Ordnungsdienst kann
geschulte PolizeibeamtInnen keinesfalls ersetzen!" =

Linz (OTS) - SPÖ-Polizeisprecher Hermann Krenn sieht mit dem
veröffentlichten "Geheimbericht" zum Linzer Ordnungsdienst die Kritik
seiner Partei bestätigt: "Es liegt klar auf der Hand, dass
MitarbeiterInnen sogenannter Stadtwachen mit nur kurzer,
oberflächlicher Schulung, ihren Dienst nicht in der selben Qualität
wie ausgebildete PolizistInnen leisten können. Der Anlassfall in
unserer Landeshauptstadt müsste ÖVP und FPÖ eigentlich zum Umdenken
bei ihren Forderungen nach verstärktem Einsatz von Ordnungsdiensten
bringen". Aus Sicht der SPÖ eignen sich einzig und allein
professionell ausgebildete PolizistInnen für die Erbringung
öffentlicher Sicherheitsdienstleistungen.

Für Krenn belegt der "Geheimbericht" zum Linzer Ordnungsdienst
schwarz auf weiß, dass Stadtwachen die falschen Instrumente zur
Wahrung der öffentlichen Sicherheit sind. "Abgesehen von der
geringeren Kompetenz kommen auch noch die große Unterschiede bei der
Ausbildung des Personals dazu. Während Stadtwachebedienstete nur eine
17-tägige Schulung erhalten, legen Polizisten eine umfassende
zweijährige Ausbildung mit Prüfungen an der Polizeischule ab", gibt
Krenn zu bedenken.

"Konservative und Freiheitliche reden aus wahltaktischen Gründen eine
Sicherheitslücke herbei, die so nicht besteht, beziehungsweise mit
einem Ordnungsdienst auch gar nicht gelöst werden könnte", so Krenn.
Er warnt vor den Anregungen der beiden Parteien, Ordnungsdiensten
noch weitere Aufgaben der Polizei zu übertragen: "Dadurch werden
keine Probleme gelöst, sondern womöglich sogar neue geschaffen, weil
Stadtwachen für die entstehenden Konfliktsituationen nicht
ausgebildet sind."

"Wenn in einer Gemeinde oder Stadt der Bedarf nach mehr Polizei
vorhanden ist, sind Ordnungsdienste ganz sicher keine Alternativen.
Innenministerin Mikl-Leitner ist in solchen Fällen gefordert, die
notwendigen Mittel bei der Polizei bereitzustellen. Unter der
Kürzungspolitik von Schwarz-Blau wurde Personal reduziert. Es ist
zynisch, wenn diese Parteien nun Ordnungsdiensten als Ersatz das Wort
reden, die kaum Ausbildung und Handhabe besitzen und im Übrigen von
den Kommunen zu tragen sind", stellt Krenn fest.

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