- 15.02.2013, 10:44:42
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Pirklhuber: Pferdefleischskandal offenbart Lücken bei Lebensmittelkennzeichnung
Grüne: Bio-Produkte sind in Sachen Transparenz Vorreiter - seit 2010 gibt es verbindliche Herkunftskennzeichnung
Utl.: Grüne: Bio-Produkte sind in Sachen Transparenz Vorreiter -
seit 2010 gibt es verbindliche Herkunftskennzeichnung =
Wien (OTS) - "Im Unterschied zu konventionellen Lebensmitteln müssen
im Bio-Bereich alle Produkte inklusive verarbeitete Lebensmittel und
Fertigprodukte mit einer verbindlichen Herkunftskennzeichnung
versehen sein", betont Wolfgang Pirklhuber, Sprecher für
Lebensmittelsicherheit der Grünen anlässlich seines heutigen Besuchs
auf der international größten Bio-Fachmesse in Nürnberg.
"Der Pferdefleischskandal offenbart aufs Neue, dass die
Kennzeichnungspflicht erhebliche Lücken aufweist. Das muss rasch und
europaweit geändert werden. Es darf nicht weiter möglich sein, dass
die Lebensmittelindustrie bequem vor den KonsumentInnen verschleiern
kann, wie sie zu ihren Billig-Rohstoffen und vor allem zu ihren
Billig-Zutaten gekommen ist", sagt Pirklhuber.
Bio-Produkte sind auch in Sachen Transparenz Vorreiter: Die
EU-Bio-Verordnung schreibt vor, dass neben dem EU-Bio-Logo im selben
Sichtfeld verpflichtend der Code der unabhängigen Kontrollstelle
(Länderkürzel - Bio-Hinweis und eine Zulassungsnummer: zB.
AT-BIO-402), die den Hersteller kontrolliert und das Produkt
zertifiziert hat, sowie die Herkunft der landwirtschaftlichen
Rohstoffe und Zutaten anzugeben ist. "Außerdem legt die
Bio-Kennzeichnungsvorschrift auch fest, dass eine Regionsbezeichnung
nur verwendet werden darf, wenn mindestens 98 Prozent der Zutaten aus
der angegebenen Region stammen. Enthält das Lebensmittel Zutaten aus
anderen EU-Mitgliedsstaaten, dann muss die Herkunfts-Kennzeichnung
"EU-Landwirtschaft" lauten. Bei Produkten unterschiedlicher Herkunft
muss "EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft" ausgewiesen werden", meint
Pirklhuber.
"Billigstprodukte hingegen sind häufig leider auch Schummel-Produkte.
Deshalb bringen wir im kommenden Nationalrat einen Antrag ein, damit
die Bundesregierung endlich aktiv wird und sich für eine klare
EU-weite Herkunftskennzeichnung einsetzt und der Täuschung der
KonsumentInnen einen Riegel vorschiebt", sagt Pirklhuber.
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