- 14.02.2013, 16:42:41
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Hammer: Ziel der Alterswohlfahrt muss selbstbestimmtes Leben sein
ÖVP-Abgeordneter fasst Ergebnisse der ÖVP-Klubenquete zusammen
Utl.: ÖVP-Abgeordneter fasst Ergebnisse der ÖVP-Klubenquete zusammen =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Ziel des neuen Modells Alterswohlfahrt muss ein
selbstbestimmtes Leben sein, fasste heute, Donnerstag, ÖVP-Abg. Mag.
Michael Hammer die Ergebnisse bei der Enquete "Alterswohlfahrt" im
ÖVP-Parlamentsklub zusammen. Notwendig sei ein flexibles,
treffsicheres und angepasstes Unterstützungsangebot. "Es geht darum,
selbstbestimmt leben zu können, im Zweifelsfall rechtlich betreut zu
werden und um ein breites flexibles Angebot von Unterstützung für
Familie und Betroffene.
Der Vormittag der Enquete, die von Klubobmann Karlheinz Kopf eröffnet
wurde, widmete sich den Herausforderungen und Reformperspektiven für
die Sachwalterschaft. Dazu referierten unter dem Vorsitz von
ÖVP-Seniorensprecherin Mag. Gertrude Aubauer neben Bundesministerin
Dr. Beatrix Karl, Volksanwältin Dr. Gertrude Brinek und Sektionschef
Dr. Georg Kathrein auch die Familienrichterin Mag. Doris
Täubel-Weinreich, die Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien
Dr. Brigitte Birnbaum, der Vertreter von "Vertretungsnetz" Dr. Peter
Schlaffer sowie der öffentliche Notar Dr. Michael Lunzer am Podium.
Dabei wurden Fragen der Sachwalterschaft, der Vertretungsbefugnis
naher Angehöriger, der Patientenverfügung sowie der Vorsorgevollmacht
evaluiert und mögliche Weiterentwicklungen diskutiert.
Das Sachwalterrecht greife weit in das Individuum ein. "Unser Ziel
muss es sein, die Anzahl der Sachwalterschaften deutlich zu senken
sowie flexibler und treffsicher zu gestalten", fasst Hammer die
Ergebnisse zusammen. Falsch wäre eine radikale Systemänderung, aber
es sei notwendig, dieses an gesellschaftliche Veränderungen
anzupassen. "Dabei muss man auf die Einzelperson und ihr Umfeld
Rücksicht nehmen."
Der Nachmittag widmete sich unter den Vorsitz von
Seniorenbund-Präsident Prof. Dr. Andreas Khol den Modellen für die
Alterswohlfahrt. ÖVP-Seniorensprecherin Mag. Gertrude Aubauer hielt
dazu ein Impulsreferat und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal von der
Universität Wien, Institut für Familienforschung, das
Einleitungsreferat. Bei der Podiumsdiskussion stellten die
Landesrätinnen Mag. Barbara Schwarz (NÖ) und Dr. Greti Schmid
(Vorarlberg) ihre jeweiligen Modelle vor. Weiters am Podium: Mag.
Walter Marschitz vom Österreichischen Hilfswerk sowie DDr. Cornel
Binder-Krieglstein, Vizepräsident Berufsverband österreichischer
Psychologen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die besondere
Herausforderung, gerade in einer Phase gesundheitlicher oder sozialer
Beeinträchtigungen autonom und selbstbestimmt den Alltag bewältigen
zu können. In diesem Teil der Enquete wurden der Bedarf der
Betroffenen und Lösungsansätze für ein möglichst selbstbestimmtes
Altern diskutiert.
Wesentlicher Punkt sei, erläuterte Hammer, die Angehörigen mehr
einzubinden. "Betreuung funktioniert zum überwiegenden Teil in der
Familie - das sollten wir absichern." Es brauche zudem neue
Wohnformen und verstärkt freiwilliges Engagement.
Nötig sei darüber hinaus eine weitere Beratung und ein Ausbau schon
bestehender Instrumente, verwies Hammer auf die Vorsorge-Vollmacht,
wie sie auch von Seniorenbund-Präsident Dr. Andreas Khol angesprochen
wurde, sowie die Patientenverfügung.
Breit diskutiert wurde im Rahmen der Enquete auch die von
ÖVP-Behindertensprecher Dr. Franz-Joseph Huainigg forcierte
unterstützte Entscheidungsfindung - "ein Modell, das in rechtlichen
Belangen viele Möglichkeiten bietet", verwies Hammer darauf, dass die
Ministerin noch für heuer ein Pilotprojekt angekündigt habe.
Ebenfalls angesprochen wurde in der Diskussion die Idee des "one stop
shops" - also die Hilfe aus einer Hand in wohnortnahen Büros.
Hammer verwies schließlich auf das hohe Problembewusstsein der
Politik. An die Politik ergehe die Botschaft dieser Tagung, an den
Reformen konkret zu arbeiten. "Wir haben vieles, auf das wir aufbauen
können", hob der ÖVP-Abgeordnete unter anderem die Modelle in den
Ländern hervor und, dass in der Pflegestrukturreform, die derzeit
beraten wird, auch der "Sozialminister in die Pflicht zu nehmen" sei.
Viele Papiere aus dem Sozialministerium würden nur aus Überschriften
bestehen, heute "haben wir das Futter dafür geliefert", so Hammer.
(Schluss)
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