- 14.02.2013, 13:56:22
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Aubauer: Mit der neuen Alterswohlfahrt so lange als möglich selbstbestimmt leben
Enquete im ÖVP-Parlamentsklub entwirft neuen Weg zu mehr Selbstbestimmung und besserer Einbindung von Angehörigen, persönlichem Umfeld und Freiwilligenorganisationen
Utl.: Enquete im ÖVP-Parlamentsklub entwirft neuen Weg zu mehr
Selbstbestimmung und besserer Einbindung von Angehörigen,
persönlichem Umfeld und Freiwilligenorganisationen =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Die Beschwerden rund um Sachwalterschaftsfälle
nehmen immer stärker zu. Der Seniorenbund hat daher schon im Vorjahr
sein Modell der Alterswohlfahrt präsentiert. Heute diskutieren wir
dieses im Parlamentsklub der ÖVP gemeinsam mit politischen
Verantwortungsträgern ebenso wie mit Expertinnen und Experten. Diese
konstruktive Zusammenarbeit zeigt den Weg der ÖVP: Wir arbeiten für
die Menschen!", sagte die Initiatorin der ÖVP-Klubenquete zum Thema
"Alterswohlfahrt - ein neuer Weg", ÖVP-Seniorensprecherin Abg. Mag.
Gertrude Aubauer heute, Donnerstag, im Rahmen der Enquete und
berichtete in diesem Zusammenhang von einigen an sie direkt
gerichteten Fällen:
"Die meisten Beschwerden zur Sachwalterschaft in Österreich sind:
Dass diese zu früh oder zu umfangreich erfolge. Dass Betroffene das
Gefühl haben, es würden die 'Falschen' betraut. Und dass die Anzahl
oder Qualität der persönlichen Kontakte nicht ausreiche. Um dem
entgegen zu wirken, haben wir die Alterswohlfahrt, beruhend auf drei
Ebenen vorgeschlagen: Reform des Sachwalterschaftsrechts, Schaffung
der unterstützten Entscheidungsfindung und vor allem Schaffung einer
wohnortnahen Struktur, wo Betroffene und ihre Angehörigen schon lange
vor der Notwendigkeit der vollen Sachwalterschaft Unterstützung und
Beratung von Professionisten ebenso wie von entsprechenden
Freiwilligenvereinen erhalten."
Sachwalterschafts-Reform
"Uns ist in diesem Bereich am Wichtigsten, dass die Angehörigen mehr
Mitspracherecht erhalten und von den Gerichten auch gehört werden.
Vorsorgevollmachten sollen einfacher erstellt werden können und eine
Überprüfung der Sachwalterschaft soll auf Wunsch der Betroffenen in
kürzeren Abständen möglich sein. Diese Punkte wissen wir bei
Justizministerin Karl in besten Händen", erklärt Aubauer zur ersten
Reform-Ebene.
Unterstützte Entscheidungsfindung einführen
"Dass die unterstützte Entscheidungsfindung kommt, ist schon längst
klar. Und die Vorarbeiten dazu sind schon weit gediehen. Uns ist
wichtig, dass wir vom 'Alles-oder-Nichts'-Gedanken wegkommen. So viel
Hilfe wie nötig, so viel Selbstbestimmung wie irgend möglich. Das
bleibt unser Ziel und wird vom gesamten ÖVP-Klub so mitgetragen",
betont die ÖVP-Seniorensprecherin zur zweiten Reform-Ebene.
Wohnortnahe "one-stop-shops" der Alterswohlfahrt bei
Pflege-Strukturreform mitplanen
"Besonders wichtig ist uns, dass wir im Rahmen der
Pflegestrukturreform den Punkt der Alterswohlfahrt sofort mitplanen.
Unser Ziel sind wohnortnahe Anlaufstellen - so genannte
'one-stop-shops', wo Betroffene und Angehörige unbürokratisch und
rasch Hilfe und Beratung erhalten. Und zwar auch schon lange vor der
Notwendigkeit einer vollen Besachwalterung. Diese Anlaufstellen
müssen zugleich Anknüpfungspunkt für einschlägige Freiwilligenvereine
ebenso wie für Professionisten dieser Berufssparten sein. Wird dieses
Hilfsangebot nicht in der aktuell anstehenden Pflege-Strukturreform
mitgeplant, vertun wir auf Jahre hinaus eine große Chance auf die
Neugestaltung dieses wichtigen Bereiches. Die entsprechende
Finanzierung kann dann im Zuge des nächsten Finanzausgleichs
verhandelt werden", betont Aubauer abschließend die
Seniorenbund-Forderung zur dritten Ebene dieser für alle Betroffenen
so dringend nötigen Reform.
(Schluss Aubauer)
(Fortsetzung)
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