• 14.02.2013, 10:59:48
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Kopf: Alterswohlfahrt ist Herausforderung für konkrete Modelle und praktische Umsetzung

ÖVP-Klubobmann eröffnet ÖVP-Klubenquete zum Thema Alterswohlfahrt

Utl.: ÖVP-Klubobmann eröffnet ÖVP-Klubenquete zum Thema
Alterswohlfahrt =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Immer mehr Menschen werden in Österreich
besachwaltet. Und immer mehr Besachwaltete oder ihre Angehörigen
sehen Probleme im aktuellen System. Das war für uns der Anlass, eine
Klubenquete zum Thema Alterswohlfahrt abzuhalten, um mit Expertinnen
und Experten die aktuelle Situation und mögliche Lösungsansätze zu
diskutieren. Das sagte ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf heute,
Donnerstag, zu Beginn der ÖVP-Klubenquete "Alterswohlfahrt - ein
neuer Weg".

Schon 2010 habe Volksanwältin Dr. Gertrude Brinek zu diesem Thema
eine Enquete veranstaltet, begrüßte Kopf die Volksanwältin, die im
Rahmen der heutigen Enquete zum Thema referieren wird. "Offenbar
braucht es beides: eine reformierte Sachwalterschaft, die vom
vorherrschenden Alles-oder-Nichts-Prinzip abgeht", so Kopf, "und
geeignete Unterstützungsstrukturen in der Zivilgesellschaft. Wir
stellen uns diesen Herausforderungen und gehen den nächsten Schritt
zu konkreten Modellen und zur praktischen Umsetzung."

Kopf weiter: "Tatsache ist, dass die Anzahl der älteren Menschen und
Hochbetagten ebenso zunimmt wie die individuelle Lebenserwartung. Wir
haben heute viel mehr Jahre im Leben als früher. Im Durchschnitt
steigt die Lebenserwartung je nach Berechnungsmethode um ein bis zwei
Monate pro Jahr. Da steckt eine enorme Leistung der ganzen
Gesellschaft dahinter: des Gesundheitssystems, der gesicherten
Ernährung, der intakten Umwelt, das Zurückdrängen von Armut und der
verschiedenen alltäglichen Gefährdungen."

Etwas langsamer steige im Durchschnitt die Anzahl der Jahre mit
überwiegend guter Gesundheit, also ohne gravierende gesundheitliche,
körperliche oder geistige Einschränkungen. "Daher müssen wir uns alle
in diesem Bereich noch mehr anstrengen: beim individuellen Lebensstil
von der gesunden Ernährung bis zur körperlichen Bewegung und beim
Aufbau von entsprechenden Unterstützungsstrukturen , damit jedem /
jeder Einzelnen die Chance auf ein weitgehend selbstbestimmtes und
selbstständiges Leben erhalten bleibt, gut integriert in das
familiäre, soziale und gesellschaftliche Umfeld", betonte Kopf.

Besonders schwierig sei die Situation für die Angehörigen, die oft
hohe Belastungen tragen - zeitlich, finanziell, psychosozial - und
mit der Situation oft auch überfordert sind. "Wenn wir also ein
Modell der Alterswohlfahrt entwerfen und umsetzen, so ist das auch
eine wichtige Unterstützung für die Angehörigen, die Situationen
einer nötigen Sachwalterschaft - neben einem erfüllten Berufsleben
und anderen familiären Aufgaben - oft als besonders belastend
empfinden."

Justizministerin Beatrix Karl möchte das Sachwalterschaftsrecht
reformieren, begrüßte Kopf in seiner Eröffnung die Ministerin, die
ihre Vorstellungen im Rahmen der Enquete ausführen wird.
ÖVP-Behindertensprecher, Franz-Joseph Huainigg habe gemeinsam mit
Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen ein Modell der
unterstützten Entscheidungsfindung entworfen, das auch heute
diskutiert werden soll.

"Diese Enquete soll der erste Schritt zu einem konkreten umsetzbaren
und finanzierbaren integrierten Modell der Alterswohlfahrt sein. Wir
werden die Alterswohlfahrt weiter entwickeln und Lösungen vorlegen.
Und wir werden vom zuständigen Sozialminister auch einfordern, die
entsprechenden Punkte in seiner längst überfälligen
Pflege-Strukturreform umzusetzen", kündigte Kopf an und bedankte sich
bei ÖVP-Seniorensprecherin Abg. Mag. Gertrude Aubauer für die
Initiative zur heutigen Veranstaltung.
(Schluss Kopf)
(Fortsetzung)

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