• 13.02.2013, 14:31:34
  • /
  • OTS0185 OTW0185

Leitl erwartet engagierte Verhandlungen zu Freihandelsabkommen EU-USA

Klarere Spielregeln als Grundlage für umfassende Vereinbarung - USA drittwichtigster Exportpartner Österreichs

Utl.: Klarere Spielregeln als Grundlage für umfassende Vereinbarung
- USA drittwichtigster Exportpartner Österreichs =

Wien (OTS/PWK058) - Deutlich positiv sieht
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl die Ankündigung von
Gesprächen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA:
"Ich erwarte mir engagierte Verhandlungen, denn hier können beide
Seiten gewinnen. Wir wissen, dass 90% des globalen
Wirtschaftswachstums in den nächsten 10-15 Jahren außerhalb Europas
generiert werden wird." Zudem zeigten Berechnungen der EU-Kommission,
dass über 30 Millionen Arbeitsplätze in der EU von Exporten abhängen.
Im Durchschnitt schaffe jede weitere Export-Milliarde 15.000
zusätzliche Arbeitsplätze in der EU. "Gerade in den für Europa noch
konjunkturell schwierigen Zeiten ist das für mich ein Schritt in die
richtige Richtung", so der WKÖ-Präsident.

Voraussetzung für ein Gelingen sei der Willen beider Parteien mit
klug geführten Verhandlungen auch rasch zu einem Abschluss zu kommen.
"Es muss klare Spielregeln geben, der Faktor Zeit darf im
Verhandlungsprozess aber nicht unterschätzt werden", betonte Leitl,
der darauf verwies, dass nur so eine umfassende "Transatlantische
Handels- und Investitionspartnerschaft" zum Vorteil beider Partner
entstehen könne. Dies sei auch vor dem Hintergrund der insgesamt
stockenden WTO-Verhandlungen ein positives Zeichen.

Aus österreichischer Sicht sind die USA bereits jetzt ein
attraktiver Handelspartner: Nach Ländern wickelte Österreich 2011 5,2
Prozent seiner weltweiten Exporte mit den Vereinigten Staaten ab,
damit ist die USA drittwichtigster heimischer Exportpartner und ein
überaus attraktiver Überseemarkt. In den ersten elf Monaten 2012
exportierte Österreich Waren im Wert von 6,46 Milliarden Euro in die
USA, ein Plus von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im
selben Zeitraum importierte Österreich Waren im Wert von 3,8
Milliarden Euro. Dadurch haben die USA für Österreich eine besondere
Rolle: Mit keinem anderen Land ist Österreichs
Handelsbilanzüberschuss so hoch wie mit den Vereinigten Staaten.
Derzeit befinden sich an die 500 Repräsentanzen und
Vertriebsniederlassungen österreichischer Unternehmen in den USA, das
Investitionsniveau heimischer Unternehmen liegt bei über 5 Mrd. Euro.
(us)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel