- 13.02.2013, 11:00:02
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Ö3-Verkehrsaward: "Helden der Straße" zum zwölften Mal ausgezeichnet
Ö3ver des Jahres kommt aus Wien
Utl.: Ö3ver des Jahres kommt aus Wien =
Wien (OTS) - Zum zwölften Mal zeichneten heute das Hitradio Ö3 und
das Innenministerium alle jene mit dem "Ö3-Verkehrsaward" aus, die
täglich einen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen
leisten: Polizei, Rettung, Feuerwehr, Straßenmeistereien,
Öffentlicher Verkehr und die mehr als 26.000 Ö3verinnen und Ö3ver.
Der Ö3-Verkehrsservice liefert seit 35 Jahren erfolgreich den
Überblick über Österreichs Straßen, zuverlässig, schnell und rund um
die Uhr. Egal ob Geisterfahrer, Unfälle oder Staus, Glatteis oder
Lawinengefahr, Nebel und Rauchentwicklung, Überflutungen, verlorenes
Ladegut, Demonstrationen und Veranstaltungen, Zugausfälle oder
Verspätungen, überfüllte Parkplätze und defekte Bahnschranken - rund
eine Million Verkehrsmeldungen werden jedes Jahr in der
Ö3-Verkehrsredaktion verarbeitet. Nur die enge Zusammenarbeit aller
Beteiligten ermöglicht dabei ein hohes Ausmaß an Verkehrssicherheit.
Seit 2002 wird der Ö3-Verkehrsaward in sechs Kategorien verliehen.
Überreicht wurden die Auszeichnungen heute von Innenministerin Mag.a
Johanna Mikl-Leitner und Ö3-Senderchef Georg Spatt. Der Titel "Ö3ver
des Jahres" ging heuer an den Wiener Stefan Längauer.
"Der Ö3-Verkehrsaward ist ein Zeichen der Anerkennung und
Wertschätzung für all jene, die sich ehrenamtlich oder berufsbedingt
für die Sicherheit auf Österreichs Straßen einsetzen. Die
Ö3-Verkehrsredaktion, die Blaulichtorganisationen, der öffentliche
Verkehr, die Straßenmeisterei und die Ö3verinnen und Ö3ver leisten
durch ihr perfektes Zusammenspiel einen wichtigen Beitrag, um
Österreichs Straßen noch sicherer zu machen", sagte Innenministerin
Mag.a Johanna Mikl-Leitner.
Ö3-Senderchef Georg Spatt ergänzt: "Mit dem Ö3-Verkehrsaward
zeichnen wir buchstäblich die 'Helden der Straße' aus und bitten
damit jene Menschen und Institutionen vor den Vorhang, die nicht nur
einen maßgeblichen Anteil an der Sicherheit auf unseren Straßen
haben, sondern auch mithelfen, den Ö3-Verkehrsservice so zuverlässig,
exakt und aktuell zu halten, wie er ist."
Thomas Ruthner, Leiter der Ö3-Verkehrsredaktion, präsentierte im
Rahmen der Veranstaltung Details zu d e r Innovation 2012: die
Echtzeitmessung. Neben den bewährten Informationskanälen greift die
Ö3-Verkehrsredaktion immer mehr auf technische Bewertungssysteme zur
Messung des Verkehrsaufkommens zu. So nutzt die Ö3-Verkehrsredaktion
bereits heute 4.500 Verkehrskameras der Asfinag und rund 3.000
Wetter- und Verkehrssensoren. Gerade die Verkehrssensoren sind es,
die einen minutengenauen Verzögerungswert für eine definierte Strecke
automatisiert errechnen können. Dieser Wert fließt unter dem Begriff
der Echtzeitmessung in die Ö3-Verkehrsinformation ein. Denn neben der
aktuellen Verkehrsinformation, wie der Darstellung von Behinderungen
im Straßenverkehr und den daraus entstehenden Staulängen, gehört der
Verzögerungswert in Form der Echtzeitmessung sicherlich zu den
größten Nutzwerten für den Mobilitätsteilnehmer. So ermöglicht die
Echtzeitmessung, eine Route bzw. Fahrtstrecke optimal abstimmen und
zeitlich planen zu können.
Der "Ö3-Verkehrsaward" - die Preisträger
Kategorie: Ö3ver des Jahres
Preisträger: Stefan Längauer
Mehr als 26.000 Ö3verinnen und Ö3ver unterstützen tagtäglich die
Ö3-Verkehrsredaktion mit Meldungen über Gefahren, Unfälle, Baustellen
und Staus auf unseren Straßen - so auch Stefan Längauer aus Wien,
seit nunmehr drei Jahren Ö3ver. Am 14. August 2012 ist er in
Niederösterreich auf der A21, der Wiener Außenringautobahn unterwegs.
Bei Heiligenkreuz kommt er zu einer Unfallstelle - ein Tankwagen
steht im Vollbrand. Der tonnenschwere LKW ist mit Flüssigkreide
beladen und brennt in Folge komplett aus. Die dunkle Rauchsäule ist
weithin sichtbar. Der LKW-Fahrer kann sich in Sicherheit bringen.
Stefan Längauer trifft als einer der ersten an der Unfallstelle ein.
Sofort meldet er der Ö3-Verkehrsredaktion die akute Gefahr. Die
Wiener Außenringautobahn wird für drei Stunden gesperrt. Vor der
Ableitung bildet sich ein sieben Kilometer langer Stau. Sieben
Feuerwehren mit 50 Mann rücken aus, darunter die Freiwilligen
Feuerwehren Mödling, Sparbach, Sittendorf und Gaaden. Mit schwerem
Atemschutz bringen sie den Brand unter Kontrolle. Das Feuer hat
mittlerweile auf den angrenzenden Wald übergegriffen. Ein Bergekran
wird angefordert. Das völlig ausgebrannte Fahrzeugwrack wird mit
einem Tieflader abtransportiert. Stefan Längauer hat in dieser
Situation starke Nerven bewahrt und richtig reagiert. Aufgrund seiner
Information kann die Ö3-Verkehrsredaktion andere Verkehrsteilnehmer
rechtzeitig warnen. Für seinen Einsatz wird Stefan Längauer als
"Ö3ver des Jahres" ausgezeichnet.
Kategorie: Rettung
Preisträger: Notruf 144
In den frühen Morgenstunden des 18. September 2012 ereignet sich eine
Karambolage mit drei LKW und drei PKW auf der A4, der Ostautobahn,
zwischen Bruck West und Fischamend. Vier Notarztteams und zahlreiche
Rettungsfahrzeuge vom Roten Kreuz kämpfen sich zu den Verletzten vor,
die zum Teil schwer verletzt und eingeklemmt sind. Ein Schlachtfeld
aus verkeilten Fahrzeugen und Fahrzeugteilen bietet sich den
Einsatzkräften. Gegen 6.30 Uhr ist die Personenbergung abgeschlossen.
Das Team von Notruf 144 hat den Gesamtüberblick über die
Rettungseinsätze in Niederösterreich. Sie sind zum Teil auch
persönlich an der Unfallstelle und informieren die
Ö3-Verkehrsredaktion verlässlich und genau über das Ausmaß des
jeweiligen Einsatzes - daher erhält das Team von Notruf 144 den
Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie Rettung.
Kategorie: Feuerwehr
Preisträger: Freiwillige Feuerwehr Waidhofen an der Thaya
In den Vormittagsstunden des 7. November 2012 krachen zwei PKW auf
einem langen geraden Streckenabschnitt der B5 frontal zusammen. Noch
auf dem Weg zur Unfallstelle ruft die Einsatzleitung der Feuerwehr
Waidhofen in der Ö3-Verkehrsredaktion an und gibt die ersten
Informationen durch. Am Unfallort treffen die freiwilligen Helfer auf
zwei zertrümmerte Autos, Verletzte müssen geborgen werden, ein
Rettungshubschrauber wird angefordert, die B5 wird gesperrt. Während
des gesamten fast zweistündigen Einsatzes steht die Feuerwehr im
telefonischen Kontakt mit Ö3 und hält so nicht nur die
Verkehrsredaktion, sondern auch die Autofahrer im Waldviertel via
Radio auf dem Laufenden. Daher erhält die Freiwillige Feuerwehr
Waidhofen an der Thaya heuer den Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie
Feuerwehr.
Kategorie: Polizei
Preisträger: Bezirksleitstelle Landeck
Achtung Steinschlag! Dieses Gefahrenschild sieht man oft im alpinen
Raum. Wenn sich allerdings ein Felsbrocken - so groß wie ein
Mittelklassewagen - löst und auf die Fahrbahn stürzt, muss schnell
reagiert werden. So passiert am 29. Dezember kurz vor 10.00 Uhr
Vormittag auf der B180, der Reschen Straße bei Landeck. An diesem
Reisesamstag sind viele Urlauber in diesem Bereich unterwegs. Wie
durch ein Wunder ist bis auf Straßenschäden nichts passiert. Die
Alarmkette der Bezirksleitzentrale Landeck hat in diesem Fall
beispiellos funktioniert. Innerhalb weniger Minuten waren alle
nötigen Einsatzkräfte vor Ort. Weitere Schäden wurden verhindert. Die
Arbeiten haben darüber hinaus noch eine Woche gedauert, bis die
Fahrbahn wieder komplett frei war. Die Bezirksleitstelle Landeck hat
die Ö3-Verkehrsredaktion und somit tausende Autofahrer über die
aktuelle Situation und Ausweichstrecken informiert. Der
Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie "Polizei" geht dieses Jahr an die
Bezirksleitstelle Landeck.
Kategorie: Straßenmeisterei
Preisträger: Autobahnmeisterei Unterwald
Nationalfeiertag, 26.10.2012, Südautobahn, Packabschnitt, Richtung
Wien kurz vor 9.30 Uhr: Auf der Talfahrt vor Steinberg rammt ein LKW
auf einer Länge von mehreren hundert Metern die rechte Leitschiene.
Genau in der Einfahrt zum Gegenverkehrsbereich einer Baustelle kippt
das Fahrzeug. Der LKW liegt quer auf der Fahrbahn, der Anhänger kommt
im Straßengraben zu liegen. Glück im Unglück: Alle Fahrzeuge im
Gegenverkehrsbereich schaffen es noch rechtzeitig anzuhalten und auch
der LKW-Lenker wird unverletzt aus dem total zertrümmerten Fahrzeug
gerettet. Der gesamte Treibstoff rinnt aus und muss gebunden werden.
Die Autobahn wird in beiden Richtungen zwischen Steinberg und
Modriach für über sechs Stunden gesperrt. Die Autobahnmeisterei
Unterwald ist an der Unfallstelle im Einsatz, Autobahnmeister Markus
Bratschko informiert die Ö3-Verkehrsredaktion laufend über den Stand
der Aufräumarbeiten: Durch die zuverlässige Information der
Autobahnmeisterei kann Ö3 die Autofahrer regelmäßig über die Dauer
der Sperre informieren. Die unmittelbare Ausweichstrecke über die B70
ist völlig überlastet. Daher rät die Autobahnmeisterei, zwischen Wien
und Klagenfurt großräumig über den Semmering und die S36
auszuweichen. Für dieses Engagement geht der Ö3-Verkehrsaward in der
Kategorie "Straßenmeisterei" dieses Jahr an die Autobahnmeisterei
Unterwald.
Kategorie: Öffentlicher Verkehr
Preisträger: ÖBB Postbus GmbH
Seit über einem Jahr sind 3.000 Postbus-Lenker in Österreich als
Ö3ver unterwegs. Die Ö3-Verkehrsredaktion ist immer mehr auf die
Unterstützung der Autofahrer angewiesen. Denn speziell diese sind es,
die oft als erste an einem Unfallort sind oder einen Stau orten und
unverzüglich die Verkehrsredaktion informieren. Egal ob Unfälle auf
der A14 in Vorarlberg, Stau auf der B17 in Niederösterreich, Glatteis
auf Landesstraßen oder defekte LKW auf der Südautobahn am Wechsel -
die Postbus-Lenker geben wichtige Verkehrsinformationen an die
Ö3-Verkehrsredaktion weiter. Das bringt nicht nur den privaten
Autofahrern auf Österreichs Straßen, sondern auch dem ÖBB-Postbus ein
Plus an Sicherheit. 30.000 Kurse werden von Bussen auf 900 Linien
täglich befahren. Interessantes Detail am Rande: Alle Postbusse
zusammen fahren täglich zehnmal um die Erde. Für die
Ö3-Verkehrsredaktion ein echter Gewinn. Deshalb geht der
Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie Öffentlicher Verkehr an die
ÖBB-Postbus GmbH.(hb)
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