- 13.02.2013, 08:54:16
- /
- OTS0014 OTW0014
Umweltpreis der Stadt Wien 2013: Acht Wiener Unternehmen sind nominiert!
Sima: Unternehmerisches Denken und Engagement für die Umwelt gehen bei den ÖkoBusinessPlan-Betrieben Hand in Hand.
Utl.: Sima: Unternehmerisches Denken und Engagement für die Umwelt
gehen bei den ÖkoBusinessPlan-Betrieben Hand in Hand. =
Wien (OTS) - Acht Wiener Unternehmen haben den Einzug ins Finale
geschafft und sind für den Umweltpreis der Stadt Wien nominiert, der
im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien vergeben wird. "Immer mehr Wiener
Betriebe setzen mit neuen betrieblichen Maßnahmen auf Umweltschutz
und Nachhaltigkeit", freut sich Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima.
"Die Nominierten konnten die Jury mit ihren spannenden und
innovativen Projekten und Ideen zum schonenden Umgang mit Ressourcen
überzeugen und haben nun die Chance auf den Umweltpreis."
Umwelt und Klima schonen und gleichzeitig Betriebskosten sparen -
kluges Öko-Business macht's möglich. "Der Umweltpreis der Stadt Wien
hat für uns eine Art Leuchtturmeffekt. Es wird deutlich, dass sich
ressourcenschonende Maßnahmen auch wirtschaftlich rechnen", ergänzt
Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung
- MA 22.
Die nominierten Unternehmen werden von einer unabhängigen Jury,
dem Beirat des ÖkoBusinessPlan Wien, ermittelt. Entscheidend sind
dabei Umweltrelevanz, Innovationsgrad und Zukunftsfähigkeit, aber
auch soziale und gesellschaftliche Aspekte der eingereichten
Projekte. Wer von den nominierten Betrieben die begehrte Trophäe der
Stadt Wien erhält, wird am 25. Februar 2013 unter der
Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Häupl und Umweltstadträtin
Ulli Sima bekanntgegeben.
Die nominierten Projekte
Der ab&dc innovations GmbH gelingt es, in einem innovativen
Verfahren aus Glycerin, einem Neben- bzw. Abfallprodukt der
wachsenden Biodiesel-Industrie, Milchsäure herzustellen. Dieser
Rohstoff ist u.a. in der Pharma- und Kosmetikindustrie sehr gefragt.
Die neue Entwicklung ersetzt die herkömmliche Erzeugung von
Milchsäure auf Basis von Getreide und Zucker und steht damit nicht
mehr in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion.
Die Austrian Airlines setzen auf "WALICLEAN", das eigens
entwickelte, ökologische Reinigungssystem von Toilettenleitungen im
Flugzeug. Statt aggressiven Chemikalien zirkuliert nun handelsübliche
Zitronensäure mit Unterdruck durch das Leitungssystem. Die Entsorgung
des Spülwassers ist nun völlig problemlos und umweltfreundlich,
aufwändige Reinigungsprozeduren entfallen.
Unter dem Namen "Nachhaltigkeit braucht Sprachenvielfalt" bildet
Peregrina, das Bildungs-, Beratungs- und Therapiezentrum für
Immigrantinnen, mehrsprachige Multiplikatorinnen zum Thema Umwelt und
Nachhaltigkeit aus - in einem eigenen Lehrgang, Workshops und
Veranstaltungen. Ziel ist es, dass die Frauen das erworbene Wissen
und das Thema Umweltschutz in die Communities tragen, die aufgrund
sprachlicher und gesellschaftlicher Barrieren bislang schwer erreicht
werden konnten.
Das Wohnhausprojekt "Generationen-Wohnen-Rodaun" der GEWOG
Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft im 23. Bezirk punktet mit
ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. Gebaut wurde nach
Niedrigstenergiestandards und mit viel Holz - 2000 m3 kamen zum
Einsatz. Älteren BewohnerInnen stehen barrierefreie Wohnungen und
vielfältige Dienstleistungen zur Verfügung.
Das Wiener Ziviltechnikerbüro Ingenos.Gobiet.ZT GmbH exportiert
sein fachliches Know-how im Bereich Bau- und Qualitätsstandards: Für
die Errichtung der "Casa Eco-Solar", ein Schulungs- und
Werkstattgebäude im argentinischen Hochland, entwickelte die Firma
österreichische Gebäudestandards weiter und passte sie an die
Bedingungen der südlichen Hemisphäre an.
pawel packing & logistics GmbH optimiert die Anordnung, Befüllung
und Verpackung von Auto-Getrieben für den Transport und kann so die
Containerauslastung von 312 auf 420 Stück deutlich steigern. Pro Jahr
werden dadurch 156 Container und an die 4.000 LKW-Kilometer
eingespart. Der Verbrauch an Verpackungsmaterial sinkt ebenfalls
deutlich.
Der Buntmetallgroßhändler Peter Blau GesmbH nützt das beim
Firmenneubau vorgeschriebene Löschwasserbecken zur Errichtung einer
Wärmepumpe für 100-prozentig autarkes solares Heizen und Kühlen. Die
technischen Grundlagen wurden in Zusammenarbeit mit Jürgen Loidl von
der FH Pinkafeld im Zuge seiner Diplomarbeit erarbeitet.
Das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z leistet wichtige
Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zur "Geplanten Obsoleszenz" -
dem programmierten, frühzeitigen Ablaufdatum von Elektrogeräten.
Gemeinsam mit den Sozialpartnern engagiert sich der gemeinnützige
Betrieb für eine deutliche Kennzeichnung von langlebigen,
reparaturfreundlich konstruierten Neugeräten. Davon profitieren
Umwelt und KonsumentInnen gleichermaßen.
Sparen nach Plan - mit dem ÖkoBusinessPlan Wien
Der ÖkoBusinessPlan Wien ist das Umwelt-Service-Paket der Stadt
Wien für Wiener Unternehmen. 1998 von der Wiener
Umweltschutzabteilung - MA 22 ins Leben gerufen, unterstützt der
ÖkoBusinessPlan Unternehmen bei der Umsetzung von umweltrelevanten
Maßnahmen und trägt dazu bei, Betriebskosten zu senken. Über 900
Wiener Betriebe haben das Beratungsangebot des ÖkoBusinessPlan
bereits genutzt und durch zahlreiche Maßnahmen mehr als 13 Millionen
Euro an Betriebskosten eingespart.
Der ÖkoBusinessPlan Wien leistet einen wesentlichen Beitrag zum
Wiener Klimaschutzprogramm (KliP) und zum Städtischen
Energieeffizienzprogramm (SEP), wo er als Schnittstelle zu den
Betrieben verankert ist. Gefördert wird das Programm aus den Mitteln
des Ökostromfonds für Wien, der Wirtschaftskammer Wien/WIFI und der
Umweltförderung Inland des Lebensministeriums.
Weitere Informationen zum ÖkoBusinessPlan Wien sind unter
www.oekobusinessplan.wien.at abrufbar, alle teilnehmenden Betriebe
und deren Maßnahmen sind unter unternehmen.oekobusinessplan.wien.at
zu finden.
rk-Fotoservice:
https://www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=19928
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK






