- 12.02.2013, 12:34:48
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Mitterlehner: Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie sichern und ausbauen
Wirtschaftsminister in Brüssel bei hochrangigen EU-Arbeitstreffen zur Zukunft der Europäischen Stahlindustrie und zur künftigen Rohstoffpolitik
Utl.: Wirtschaftsminister in Brüssel bei hochrangigen
EU-Arbeitstreffen zur Zukunft der Europäischen Stahlindustrie
und zur künftigen Rohstoffpolitik =
Brüssel (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
unterstützt den neuen Europäischen Aktionsplan für die
Stahlindustrie, der laut EU-Kommission bis Mitte 2013 erarbeitet
werden soll. "Die Stahlindustrie ist ein wichtiger Faktor für
Wachstum, Beschäftigung und Forschung am Standort Europa. Die Branche
steht in einem scharfen internationalen Wettbewerb und muss daher
durch gute Rahmenbedingungen unterstützt werden", sagte Mitterlehner
am Dienstag in Brüssel bei einem "High-Level-Round-Table" mit der
EU-Kommission, Industrie- und Arbeitnehmervertretern sowie
zahlreichen EU-Ministern zur Zukunft der Europäischen Stahlindustrie.
"Die Stahlindustrie muss in Zukunft noch stärker auf die
Diversifikation in Richtung neuer Märkte und Produkte setzen, um
global konkurrenzfähig zu bleiben. Dafür brauchen wir neben guten
Standort-Bedingungen in Europa auch eine noch bessere Zusammenarbeit
mit der Welthandelsorganisation WTO und schnellere Abschlüsse von
Freihandelsabkommen", betonte Mitterlehner. Kritisch sieht
Mitterlehner eventuelle einseitige Verschärfungen für die europäische
Industrie durch Eingriffe in das derzeitige Emissionshandelsregime.
"Eine Verlagerung von in Europa vergleichsweiser klimaschonender
Produktion führt global zu höheren Emissionen und nützt weder dem
Klima noch dem Wirtschaftsstandort", so Mitterlehner. Unabhängig
davon brauche es einen abgestimmten Energieplan, um leistbare Energie
in Europa zu sichern.
Europäische Lösungen sind auch für die ausreichende Versorgung der
Industrie mit wichtigen Rohstoffen notwendig. "Österreich beteiligt
sich daher aktiv an der Rohstoffinitiative der EU-Kommission, die auf
einen faireren Zugang der Unternehmen zu Rohstoffen auf dem
Weltmarkt, die bessere Versorgung aus europäischen Quellen und mehr
Ressourceneffizienz setzt", so Mitterlehner, der in Brüssel an der
Tagung der Europäischen Innovationspartnerschaft Rohstoffe
teilgenommen hat. Wichtig seien in diesem Zusammenhang auch bessere
europäische Kriterien für das Recycling und den Abtransport von
Stahl- und Eisenschrott, um den Verlust in Drittstaaten zu reduzieren
und den derzeitigen Mangel der Industrie zu beheben. "Wir müssen
alles daran setzen, dass die in Europa produzierenden Unternehmen
auch im globalen Wettbewerb faire Bedingungen vorfinden", so
Mitterlehner abschließend.
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