- 11.02.2013, 12:35:14
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Pirklhuber zu Greenpeace-Fund: Pestizide in Lebensmitteln als Folge industrialisierter Landwirtschaft
Grüne fordern Verbot von Totalherbiziden für das neue ÖPUL
Utl.: Grüne fordern Verbot von Totalherbiziden für das neue ÖPUL =
Wien (OTS) - "Spuren von Pestiziden sind eine Folge der
industrialisierten Agrarwirtschaft. Der massive Einsatz von Glyphosat
in der österreichischen Landwirtschaft führt dazu, dass dieses
Totalherbizid letztendlich auch in die Lebensmittelkette gelangt.
Wenn wir das verhindern wollen, müssen wir den Einsatz von
Totalherbiziden reduzieren. Deshalb fordere ich, ein Verbot als
Massnahme in das neue ÖPUL aufzunehmen", erklärt Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftsprecher der Grünen.
Wie heute bekannt geworden ist, haben Analysen im Auftrag der
Umwelt-NGO Greenpeace Spuren des Totalherbizids Glyphosat in Mehl und
Backwaren nachgewiesen. Dies teilte Greenpeace in einer Aussendung
mit. Das Totalherbizid-Verbot könnte laut Pirklhuber im
Österreichischen Programm für Umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL)
festgeschrieben werden und hätte zur Folge, dass der Einsatz dieser
Risko-Produkte in Österreich deutlich reduziert würde.
Untersuchungen der Universität Leipzig wiesen Glyphosat im Urin bei
Menschen aus Berlin nach, die keinen direkten Kontakt zur
Landwirtschaft hatten. Sie fanden das Totalherbizid in allen Proben.
"Laut den Herstellerangaben baut sich Glyphosat angeblich schnell ab
und hätte demnach gar nicht im menschlichen Urin zu finden sein
dürfen. Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Hier haben wir
definitiv Handlungsbedarf", stellt Pirklhuber fest.
Derzeit ist es vollkommen unklar, welche Mengen an Glyphosat, die
österreichischen KonsumentInnen über die unterschiedlichen Pfade der
Nahrungskette konsumieren. "Ich habe bereits im Juli 2011 einen
Entschließungsantrag im Parlament eingebracht, der ein
Lebensmittel-Screening auf Glyphosat-Rückstände fordert. Wir müssen
uns dringend Gedanken über die Summenbelastung der wir Menschen
ausgesetzt sind machen. Deshalb habe ich den Gesundheitsminister
aufgefordert, auf Grundlage der neusten wissenschaftlichen
Erkenntnisse eine Risikobewertung vorzulegen. Anstatt zu handeln,
wurde unser Antrag in einen Unterausschuss verwiesen", sagt
Pirklhuber.
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