• 07.02.2013, 11:40:20
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AIT: Markttaugliche Öko-Innovation

Reduktion von CO2 durch Verwertung als Rohstoff

Utl.: Reduktion von CO2 durch Verwertung als Rohstoff =

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Research Studios bekam AIT Austrian
Institute of Technology den Zuschlag in der Höhe von fast einer
Million Euro zur Entwicklung eines innovativen Verfahrens zur
Herstellung organischer Karbonate - mithilfe von CO2. Die im Projekt
CARBORG gewonnenen Ergebnisse sollen in Kooperation mit dem
Unternehmen DSM Fine Chemicals Austria wirtschaftlich genutzt werden.

Organische Karbonate finden vielfache Verwendung in der
Technologie und der industriellen Produktion. Karbonate werden zur
Herstellung von Treibstoffadditiven, Kunststoffen, Arzneimitteln,
Agrochemikalien sowie Li-Ionen-Hochleistungsbatterien eingesetzt. Der
konventionelle Produktionsweg von organischen Karbonaten ist
kostenintensiv und belastend für die Umwelt. Daher soll ein "grünes"
Verfahren zur Herstellung von Carbonaten, basierend auf direkter
Synthese aus CO2 und Alkoholen entwickelt werden, bei dem CO2 als
Rohstoff direkt im Syntheseprozess eingesetzt wird. Durch eine
direkte Reaktion zwischen einem Alkohol und CO2 wird ein organisches
Carbonat ohne Nebenprodukte gebildet und gleichzeitig das
unerwünschte CO2 verwertet. Als Endergebnis entsteht ein nachhaltiges
und wirtschaftlich kompetitives Verfahrensmodell für die
großtechnische Synthese im Industriemaßstab. Durch den geplanten
Einsatz von Bio-Ethanol oder Bio-Methanol im Syntheseprozess mit CO2
wird ein nachhaltiges Verfahren aus erneuerbaren Ressourcen
realisiert.

Reduktion von CO2

Schwerpunkt des Projektes CARBORG ist es, innerhalb der nächsten
drei Jahre organische Carbonate umweltfreundlich herzustellen und den
entsprechenden Produktionsprozess gemeinsam mit einem
Industriepartner rasch auf dem Markt zu etablieren.

"Neben dem volkswirtschaftlichen Nutzen für den
Wirtschaftsstandort Österreich wird CARBORG einen wesentlichen
Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten können. Dieser
besteht einerseits aufgrund des Verbrauchs von CO2 als
Reaktionsrohstoff und andererseits bei der Einsparung von Energie
durch einen effizienteren Syntheseweg. Berücksichtigt man die Größe
des potenziellen Marktes, sind erhebliche Emissionseinsparungen zu
erwarten", sagt Dr. Zdravka Lazarova, Leiterin des Projektes CARBORG,
Austrian Institute of Technology.

CO2 als Rohstoff für Carbonate

Die Energieforschungsinitiative fördert drei neue "Research
Studios Austria" (RSA), darunter auch CARBORG. Drei Jahre nach der
Gründung soll eine marktaugliche Öko-Innovation entwickelt werden.
Finanziert werden nur Entwicklungen, die eine industrielle Verwertung
von CO2 anstreben und einen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz
Österreichs leisten.

"Das beim AIT zu entwickelnde Verfahren zur Herstellung von
organischen Karbonaten aus Kohlendioxid und Alkoholen ist auch
aufgrund des Nachhaltigkeitscharakters von hohem Interesse für die
DSM Fine Chemicals Austria. Wir möchten unsere langjährige Erfahrung
in der Prozessentwicklung für ein wirtschaftlich vorteilhaftes und
wettbewerbsfähiges Herstellverfahren in das Projekt einbringen", so
Dr. Peter Riebel, Leiter Strategic Sourcing & Screening bei DSM Fine
Chemicals Austria.

Im Health & Environment Department des AIT wird seit mehr als 15
Jahren an der Entwicklung von umweltverträglichen Technologien zur
Verwertung von Bioressourcen als Energiequelle und wertvollen
chemischen Substanzen gearbeitet. Diese Aktivitäten sind
Hauptbestandteil der AIT-Forschungsstrategie, die das Ziel hat,
österreichische Unternehmen mit innovativen, praktisch realisierbaren
Ideen zu unterstützen und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit am Markt
zu stärken.

DSM Fine Chemicals Austria ist Teil des niederländischen
DSM-Konzerns mit einem Produktionsstandort im Chemiepark Linz. Die
Kernkompetenzen des Unternehmens liegen in der chemischen Prozess-
und Produktentwicklung sowie in der Herstellung von Zwischenprodukten
für die Pharmaindustrie und Pflanzenschutzmittel. Die strategische
Ausrichtung konzentriert sich auf die Auftragsproduktion aktiver
Pharmawirkstoffe sowie Agroprodukte. DFCA betreibt in Linz acht
Produktionsanlagen und beschäftigt in beiden Standorten insgesamt
rund 950 Mitarbeiter.

DSM - Bright Science. Brighter Living.(TM)

Royal DSM ist ein weltweit aktives Life Sciences und Materials
Sciences Unternehmen, das in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und
Materialien tätig ist. Durch die Verbindung seiner einzigartigen
Kompetenzen in den Bereichen Life Sciences und Materials Sciences
fördert DSM wirtschaftlichen Wohlstand sowie ökologische und soziale
Fortschritte und schafft dadurch für all unsere Stakeholder
nachhaltige Werte. DSM schafft innovative Lösungen, die ernähren,
schützen und die Leistung verbessern. Dabei bedient das Unternehmen
globale Märkte, darunter Märkte für Lebens- und
Nahrungsergänzungsmittel, Körperpflege, Futtermittel, Pharmazeutika,
medizinische Produkte, die Automobilindustrie, Farben und Lacke,
Elektrotechnik und Elektronik, Schutz des Lebens, alternative
Energien sowie Materialien auf biologischer Grundlage. DSM mit seinen
22.000 Mitarbeitern erwirtschaftet einen jährlichen Nettoumsatz in
Höhe von ungefähr 9 Mrd. Euro. Das Unternehmen ist
gelistet am NYSE Euronext. Weitere Informationen finden Sie unter
www.dsm.com.

Über das AIT Austrian Institute of Technology

Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre
Forschungs-einrichtung und ist unter den europäischen
Forschungseinrichtungen der Spezialist für die zentralen
Infrastrukturthemen der Zukunft. Als Ingenious Partner der Wirtschaft
und öffentlicher Einrichtungen erforscht und entwickelt das AIT schon
heute die Technologien, Methoden und Tools von morgen für die
Innovationen von übermorgen.
Durch die Forschung und technologischen Entwicklungen des AIT werden
grundlegende Innovationen für die nächste Generation von
Infrastrukturtechnologien in den Bereichen Energy, Mobility, Health &
Environment sowie Safety & Security verwirklicht. Ergänzt werden
diese wissenschaftlichen Forschungsgebiete um die Kompetenz im
Bereich Foresight & Policy Development.

Das AIT nimmt als Forschungsinstitut eine Brückenfunktion zwischen
Universitäten und Industrie ein und unterstützt StudentInnen durch
die laufende Vergabe von Diplomarbeiten bzw. Dissertationen und
fördert Nachwuchsforscherinnen durch spezielle Programme.

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