• 07.02.2013, 11:39:05
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Berlakovich: Jede Gemeinde in Österreich soll Energieselbstversorger werden

106 Klima- und Energiemodellregionen sind Vorbild für Energiewende

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3851 Im Bild
v.l.n.r. Ingmar Höbarth ,GF Klima- und Energiefonds, Niki
Berlakovich, Umweltminister, Bürgermeister Peter Radatz
(Energieregion Leithaland) und Otmar Schlager, Energieagentur der
Regionen

Utl.: 106 Klima- und Energiemodellregionen sind Vorbild für
Energiewende =

Wien (OTS) - Von 2.354 Gemeinden in Österreich gehören bereits über
1.100 Gemeinden einer der mittlerweile 106 Klima- und
Energiemodellregionen an. Umweltminister Niki Berlakovich: "Ich will,
dass alle Gemeinden in Österreich Klima- und Energiemodellregionen
werden. Der Ausbau von regionalen, erneuerbaren Energien und die
Steigerung der Energieeffizienz in den Gemeinden sind ein wichtiger
Schritt hin zur Energiewende für Österreich. Aus der Kraft der
Regionen heraus können wir unabhängige Energieselbstversorger werden.
Mehr als 2,5 Millionen Menschen leben schon heute in einer Klima- und
Energiemodellregion - mein Ziel ist, dass jede Österreicherin und
jeder Österreicher zu einem Pionier der Energiewende wird."

WIFO-Studie bestätigt positive ökonomische Effekte durch
Energiemaßnahmen

"Indem wir den Fokus auf die regionalen Ressourcen legen, können
wir das vorhandene Potential optimal ausschöpfen - sowohl
wirtschaftlich als auch ökologisch. Die Energiewende macht uns nicht
nur unabhängig, sondern schafft wichtige neue green jobs und bringt
Wachstumsimpulse für die Region", unterstreicht Berlakovich.
Diese positiven Effekte bestätigt nun auch einen WIFO-Studie, die den
österreichischen Klima- und Energiemodellregionen ein gutes Zeugnis
ausstellt: In einer vom Klima- und Energiefonds beauftragen
Potenzial-Studie zeigte sich deutlich, dass Energieeffizienzmaßnahmen
und die Forcierung erneuerbarer Energien positive ökonomische Effekte
erzielen. Die Studie legt unter anderem dar, dass Investitionen in
Energieeffizienz zum Teil mit beträchtlichen
Betriebskosteneinsparungen verbunden sind und auf nationaler Ebene
für Aufschwung in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt sorgen. Konkret
wurden auf langfristige Sicht österreichweit eine Steigerung der
Bruttowertschöpfung um 2,3 Prozent und eine Steigerung der
Beschäftigung um 1,9 Prozent (absolute Zunahme der
Beschäftigungsverhältnisse: 82.000) hochgerechnet.

Förderung von 23 neuen und 12 bestehenden Modellregionen
beschlossen

Die Erfolgsgeschichte der Klima- und Energiemodellregionen geht
auch heuer in eine weitere Fortsetzung. Das Lebensministerium und der
Klima- und Energiefonds haben die Förderung von 23 neuen und die
Weiterführung von 12 bestehenden Modellregionen beschlossen.
Insgesamt 2,6 Millionen Euro werden für innovative und klimarelevante
Investitionen in den Regionen zur Verfügung gestellt. Nach einer
ersten Phase der Struktur- und Konzeptentwicklung, werden nun ganz
konkrete Maßnahmen, wie die Errichtung von PV-Anlagen, thermischen
Solaranlagen oder modernen Holzheizungen in öffentlichen Gebäuden
unterstützt. Österreich ist damit europaweites Vorbild für die
praktische Umsetzung der Energiewende. "Unser Konzept macht
mittlerweile Schule: Regionen aus ganz Europa interessieren sich für
unseren Weg, erste grenzüberschreitende Kooperationen bahnen sich
bereits an" erklärt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und
Energiefonds.

Modellregionenmanagement als Kern des Erfolgs

Auf ihrem Weg in die Unabhängigkeit von fossilen Energien wird den
Modellregionen ein/eine Regionalmanager/in zur Seite gestellt, der
die Umsetzung der geplanten Maßnahmen vorantreibt. Otmar Schlager,
Energieagentur der Regionen, dazu: "Ein gut aufgestelltes
Modellregionenmanagement, wie es vom Klima- und Energiefonds
gefördert wird, ist der Kern unseres Erfolges. Diese Person treibt
die Energiewende in der Region voran, initiiert und koordiniert
Projekte, die in einem von der Region entwickeltem Umsetzungskonzept
entwickelt wurden. Der Manager / die Managerin ist die treibende
Kraft, die es dringend für die notwendigen Aktivitäten braucht."

Hintergrundinformation: Klima- und Energie-Modellregionen

Der Klima- und Energiefonds initiiert und unterstützt durch das
Förderprogramm "Klima- und Energiemodellregionen" Regionen, die sich
zum Ziel gesetzt haben, von fossilen Energien unabhängig zu werden.
Sie erreichen dieses Ziel, indem sie regionale Ressourcen nutzen und
dabei ihren Energiebedarf mit einem klugen Mix aus der Produktion von
erneuerbaren Energien, Maßnahmen zur Energieeffizienz und
intelligenter Steuerung decken.

Die Klima- und Energie-Modellregionen sind ein wesentliches
Instrument, um das Ziel der Österreichischen Bundesregierung, bis
2050 unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden, umzusetzen.
Dabei soll im Jahresverlauf zumindest gleich viel Energie
(erneuerbar) produziert werden, wie verbraucht wird. Ein breites Netz
an ausgebildeten, vernetzten und koordinierten Modellregionen ist
dafür ein geeigneter Ansatz.

Österreich hat in Europa schon länger eine Vorreiterrolle in Bezug
auf Energieregionen, als Beispiel sei hier nur Güssing erwähnt. Der
Klima- und Energiefonds hat gemeinsam mit diesen Pionieren die
Strategie des Programmes in einem Stakeholderprozess entwickelt.

Informationen: www.klimaundenergiemodellregionen.at und
www.klimafonds.gv.at

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3851

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