- 06.02.2013, 12:07:38
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Auer: Bauernbund gibt keine Zustimmung zur Kürzung der Agrargelder
Jeder Cent, der nicht in Brüssel abgeholt wird, käme Österreich teuer zu stehen
Utl.: Jeder Cent, der nicht in Brüssel abgeholt wird, käme
Österreich teuer zu stehen =
Wien (OTS) - "Die EU-Budgetverhandlungen sind ein Moment von
historischer Tragweite für die österreichische Landwirtschaft. Weil
der Ausgang dieses Gipfels so existenziell wichtig für die Bäuerinnen
und Bauern in unserem Land ist, sind wir in höchster
Alarmbereitschaft", skizziert Bauernbund-Präsident Jakob Auer die
Stimmungslage am Vorabend des Finanzgipfels. "Wir erwarten von
Bundeskanzler Werner Faymann, dass er seine Zusage, das gleiche Geld
wie bisher für die Landwirtschaft in Brüssel abzuholen, einhält",
sagte Auer. An der Sicherung der Bauerngelder und einer ausreichenden
Finanzierung der Zweiten Säule - der Ländlichen Entwicklung - führe
kein Weg vorbei. "Vom Bauernbund gibt es keine Zustimmung zu einer
Kürzung der Agrargelder", legt deren Präsident die
Verhandlungsposition einmal mehr fest. "Ein Streichkonzert bei den
Agrargeldern wollen wir am Freitag sicher nicht hören." Eine umwelt-
und bergbauernorientierte Landwirtschaft gäbe es nur mit der
bewährten Kombination der Direktzahlungen sowie einer ausreichend
dotierten Zweiten Säule, für die Österreich in ganz Europa als
Vorzeigemodell hochgehalten werde. "Zur absoluten Priorität Ländliche
Entwicklung hat sich die gesamte Bundesregierung bereits im November
ausdrücklich bekannt", erinnert Auer an das Gipfeltreffen zwischen
dem Bundeskanzler und der heimischen Agrarspitze, bei dem die
Österreich-Position festgezurrt wurde.
Kofinanzierung im bisherigen Ausmaß 50:50 beibehalten
"Österreich erspart sich gar nichts, wenn es weniger Geld aus dem
EU-Budget abholt", erklärt Auer zum System der Kofinanzierung. Jeder
Euro, der für Bergbauern- und Umweltprogramm aus der EU kommt, wurde
bisher durch einen Österreich-Euro aufgestockt. "Damit hat Österreich
jeden Euro an Förderung in Brüssel effektiv abgeholt und gleichzeitig
seinen Nettozahlerstatus verbessert. An dieser Erfolgsformel wollen
wir festhalten", so Auer. "Geld verschieben von der Ersten Säule in
die Zweite wäre nur Budgetakrobatik, das lehne ich ab", sieht der
Bauernbund-Präsident keinen Sinn darin, Budgetlücken in der Ersten
Säule aufzureißen, um in der Zweiten Löcher zu stopfen.
EU-Kürzung müsste national kompensiert werden
"Auch wenn wir die Piste aus dem ersten Rennen schon kennen und
Signale haben, dass der Lauf ähnlich gesteckt sein wird, wollen wir
keine Überraschungen bei der Ländlichen Entwicklung erleben", betont
Auer. "Jede Kürzung käme Österreich nämlich teuer zu stehen. Denn
alles was nicht in Brüssel abgeholt werden kann, müsste aus dem
nationalen Budget kompensiert werden", warnt der Bauernbund-Präsident
vor den Folgen einer sturen Sparstift-Politik.
(Schluss)
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