• 06.02.2013, 11:53:05
  • /
  • OTS0100 OTW0100

Fußballwetten: Pirker/Becker fordern Straftatbestand Wettmanipulation

Gestriger EU-Gesetzesvorschlag gegen Geldwäsche nicht ausreichend

Utl.: Gestriger EU-Gesetzesvorschlag gegen Geldwäsche nicht
ausreichend =

Brüssel, 06. Februar 2013 (ÖVP-PD) Die Einführung eines neuen
EU-weiten Straftatbestandes der Wettmanipulation fordern die ÖVP-
Europaabgeordneten Hubert Pirker und Heinz K. Becker heute in
Straßburg. "Der jetzt aufgeflogene Wettskandal zeigt, dass die
bisherigen Sonntagsreden nicht ausreichen. Wir brauchen konkrete
Maßnahmen, um die Integrität des Sports in Europa gegen die
wachsende Kriminalisierung zu verteidigen. Wettmanipulation muss
Straftatbestand im Bereich des organisierten Verbrechens werden und
europaweit geahndet werden", so die beiden ÖVP-Parlamentarier. ****

ÖVP-Sicherheitssprecher Pirker begrüßt den gestrigen EU-
Gesetzesvorschlag zur Bekämpfung von Geldwäsche. "Sportwetten sind
erstmals von der EU-Anti-Geldwäsche-Richtlinie erfasst. Das geht in
die richtige Richtung, ist aber nicht ausreichend. Wettmanipulation
muss daher als Straftatbestand in die EU-Gesetzgebung aufgenommen
werden", so Pirker. Becker bedauert, dass die bisherigen
Forderungen des Sportausschusses des EU-Parlaments ignoriert worden
seien: "Als vor zwei Jahren der 'Aktionsplan Sport 2011-2014'
verabschiedet wurde, war die Integrität im Sport und der Kampf
gegen Doping und Wettbetrug in aller Munde. Tatsächlich wachen die
Mitgliedsstaaten aber eifersüchtig über ihre Sportkompetenzen. Das
muss aufhören. Veralterte Strukturen gehören aufgebrochen. Wir
brauchen eine europäische Regelung und eine globale Kooperation",
so Becker.

Becker, Bildungs- und Sportsprecher der ÖVP im Europaparlament,
sieht eine grundsätzliche Gefahr: "Wenn jetzt nicht schnell und
entschieden gehandelt wird, verliert der Sport seine
Glaubwürdigkeit und damit seine gesellschaftliche Funktion als
Bindeglied über Alters- und Sozialgrenzen hinweg", so Becker. "Geld
aus Drogengeschäften und Menschenhandel wird organisiert über
Sportwetten gewaschen", erläutert Pirker. Der für Sport zuständige
Ausschuss des EU-Parlaments hatte 2011 vorgeschlagen, vor allem
Online-Wetten besser zu regulieren, Wettanbieter EU-weit zu
registrieren, ein maximales tägliches Wettvolumen für einzelne
Spieler festzulegen und am Sport beteiligten Personen die
Wettteilnahme grundsätzlich zu verbieten. Seit dem Inkrafttreten
des Lissabon-Vertrags im Dezember 2009 hat die EU auch eine
Zuständigkeit für Sport. "Im Sport ist es längst zu spät für rein
nationale Lösungen", so Becker abschließend.

Rückfragen:

Dr. Hubert Pirker, MEP, Tel.: +32-2-284-5898
[email protected]

Heinz K. Becker, MEP, Tel.: +32-2-284-5288
[email protected]

Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel