• 02.02.2013, 11:45:58
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BZÖ-Bucher für "Freifach Führerschein" an Schulen

Wien (OTS) - Rund 100.000 Jugendliche stehen jährlich in Österreich
vor der Herausforderung die Führerscheinprüfung abzulegen. Die größte
Hürde sind aber mittlerweile die immensen Kosten von durchschnittlich
1.500 Euro für den B-Führerschein. BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher
schlägt deshalb vor, künftig mit einem "Freifach Führerschein" an den
Schulen den Führerscheinerwerb wieder leistbar zu machen. "Bei
beispielsweise 619 Euro Bruttoverdienst eines Friseurlehrlings im
dritten Lehrjahr, ist der Führerschein für die Jungen ohne fremde
Hilfe beinahe unerschwinglich. Das Auto ist Teil der Mobilität und
bedeutet Freiheit für Jugendliche. Ein Führerschein ist aber auch
unverzichtbar für die Ausübung vieler Berufe. Das BZÖ startet deshalb
im Parlament eine Entlastungsoffensive für die Jungen und wird
beantragen, dass künftig Schulen - egal ob Berufsschule oder
höherbildende Schulen in Zusammenarbeit mit den Fahrschulen eine
freiwillige Führerscheinausbildung anbieten - also ein Freifach
Führerschein", so Bucher.

Indem der Theorieteil und Erste Hilfe an Schulen unterrichtet wird,
könnten sich nach Schätzungen von Experten die Schüler rund 300 Euro
ersparen - also durchschnittlich 20 Prozent der Kosten. Derzeit
umfasst die Ausbildung der Klasse B einen Theoriekurs mit 32
Lektionen (20 Theorieeinheiten Grundwissen + 12 Theorieeinheiten
Klasse B). Die derzeitige Regelung im Führerscheingesetz sieht in §
10 Abs 2 Zi 3 vor, dass die theoretische Ausbildung im Rahmen einer
Fahrschule absolviert werden muss. Hier wird das BZÖ einen Antrag auf
Änderung dieser Gesetzeslage im Parlament stellen. Umsetzen sollen
das "Freifach Führerschein" Lehrer in enger Zusammenarbeit mit den
Autofahrerclubs und den örtlichen Fahrschulen, der Praxisteil bleibt
selbstverständlich bei den Fahrschulen. Konkret geht es um einen
freiwilligen Kurs, den alle Schüler besuchen können. Im Jahr 2011
haben österreichweit genau 91.566 Personen einen Führerschein
bekommen, davon knapp 22.000 neue vorgezogene Lenkberechtigungen
(Führerschein mit 17). Derzeit sind 69% der neuen Autofahrer sind
zwischen 16 und 18 Jahre alt. "Jung sein ist schon teuer genug. Mit
dem "Freifach Führerschein" helfen wir den Jungen, den oft auch für
ihr berufliches Weiterkommen unverzichtbaren rosa Schein bei
gleichbleibender Qualität billiger zu bekommen", so Bucher, der den
BZÖ-Antrag für eine der nächsten Sitzungen des Nationalrates
ankündigt.

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