- 01.02.2013, 18:00:31
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ÖGfE-Schmidt: Österreicher für stärkeren Beschäftigungsfokus in EU-Budget
Wien (OTS) - 71 Prozent würden nationale Beitragsrabatte für die
Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit verwenden - 89 Prozent für
europaweite Jugendgarantie - 47 Prozent gegen Abgabe
beschäftigungspolitischer Kompetenzen an EU - Umfrage
"Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit in der EU hat bei den
Österreichern hohe Priorität", sagt Paul Schmidt, Leiter der
Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE). "Wenn die
Politik glaubwürdig sein will, dann muss sich dieses Anliegen auch im
nächsten EU-Budget widerspiegeln."
Gemäß einer aktuellen Umfrage der ÖGfE unterstützen 71 Prozent der
Befragten den Vorschlag, die Rabatte von rund acht Milliarden Euro,
die Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Schweden und
Österreich auf ihren EU-Beitrag insgesamt erhalten, künftig für die
Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU zu verwenden. 16
Prozent sind dagegen.*
Einführung einer EU-weiten Jugendgarantie ...
89 Prozent der Befragten halten auch die Einführung einer
EU-weiten Jugendgarantie für eine sehr gute oder gute Idee. 9 Prozent
sind dagegen.
"Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Jugendgarantie sichert
jedem EU-Bürger unter 25 Jahren einen Arbeits-, Ausbildungs- oder
Praktikumsplatz zu. Das Maßnahmenpaket sollte nun umgesetzt und die
notwendigen finanziellen Mittel dafür bei den Budgetverhandlungen
bereitgestellt werden", fordert Schmidt.
... aber keine zusätzliche Kompetenzabgabe
47 Prozent der befragten Österreicher wollen der EU keine
zusätzlichen Kompetenzen im Bereich der Beschäftigungspolitik
übertragen. 40 Prozent befürworten einen Kompetenztransfer in dieser
Frage. "Es lässt niemanden kalt, wenn fast 5,5 Millionen Jugendliche
in der EU keine Arbeit finden. Die Österreicher sehen zwar keine
dringende Notwendigkeit, weitere Kompetenzen auf EU-Ebene zu heben,
wollen aber mit den vorhandenen EU-Mitteln die Schaffung von
Arbeitsplätzen stärker fördern. Das nächste Treffen der EU-Chefs
bietet die Chance, gerade der Jugend eine Perspektive geben. Für ein
ergebnisloses Kräftemessen hat Europa keine Zeit mehr", so Schmidt
abschließend.
Hintergrund
Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft im Jänner 2013 im Auftrag der ÖGfE durchgeführt.
Befragt wurden österreichweit 546 Personen per Telefon (repräsentativ
für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre/Gewichtung nach
Geschlecht, Alter und Bildung).
* Die restlichen Befragten konnten/wollten nicht Stellung nehmen.
Dies erklärt die Differenz aus 100 Prozent und gilt für alle
genannten Daten.
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