• 01.02.2013, 10:28:43
  • /
  • OTS0067 OTW0067

Pirkluber: EU-Kommission will mit Pestizidverboten das Bienensterben stoppen

Grüne: Bauchfleck für Umweltminister und ÖVP - Der Bienenschutz wird kommen

Utl.: Grüne: Bauchfleck für Umweltminister und ÖVP - Der
Bienenschutz wird kommen =

Wien (OTS) - Die EU-Kommission will ab dem ersten Juli drei Pestizide
aus der Substanzklasse der Neonicotinoide aus dem Verkehr ziehen.
Betroffen sind die Insektizide Clothianidin und Imidacloprid von
BAYER sowie Thiamethoxam von SYNGENTA. Nach zwei Jahren soll das
Verbot evaluiert werden.

"Gemeinsam mit UmweltschützerInnen und ImkerInnen fordern wir seit
Jahren ein Verbot der bienengefährlichen Beizmittel, der sogenannten
Neonicotinoide, zumindest für den Maisanbau. Seit Februar vergangenen
Jahres behandeln wir unsere diesbezüglichen Anträge in einem
parlamentarischen Unterausschuss. Bei all diesen Debatten wird die
ÖVP nicht müde immer neue Ausflüchte gegen einen wirksamen
Bienenschutz vorzubringen. Die Kommission scheint dem jetzt einen
Riegel vorzuschieben. Das ist ein ganz klarer Bauchfleck für
Umweltminister Berlakovich und seine ÖVP", meint der Grüne
Landwirtschaftssprecher Wolfgang Pirklhuber.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) war Mitte
Jänner zum Schluss gekommen, dass Neonikotinoide aus Sicht des
Bienenschutzes vor allem in Mais-, Raps- und Sonnenblumenbeständen
ein Risiko für die Bienen darstellen. Obwohl sie festhielt, dass nur
die Verwendung bei Nutzpflanzen, die für Honigbienen uninteressant
sind, akzeptabel sei, verharmloste ÖVP-Umweltsprecher Schultes die
Erkenntnis und behauptete in einer Aussendung, dass die "EFSA in
Zusammenarbeit mit den Wissenschaftler der EU Mitgliedsländer keine
konkreten Schlüsse ziehen könne, sondern nur ein potentielles Risiko
nicht ausschließen könne."

In Deutschland, Slowenien und Italien wurden bereits Maßnahmen gegen
Neonicotinoide ergriffen. "Es ist sehr bedauerlich, dass Österreich
beim Bienenschutz nicht zu den Vorreitern gehört, sondern auf der
Bremse steht. Ich hoffe, dass die Erkenntnisse der Kommission nun
einen Umdenkprozess bei der ÖVP einleiten und sie einem Schutz der
Bienen nicht länger im Weg steht", sagt Pirklhuber.

Die Kommission hofft auf eine Einigung mit den Mitgliedsstaaten bis
März, damit die neuen Regeln bereits im Juli in Kraft treten können.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel