- 31.01.2013, 13:40:07
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Pharmazeutische Industrie unterstützt Kassenkonsolidierungskurs
Wien (OTS) - Durch Preisnachlässe und freiwillige Solidarzahlungen
trägt die pharmazeutische Industrie wesentlich zur Kassensanierung
bei. Projektfinanzierungen im Kinder- und Jugendgesundheitsbereich
unterstützen den Reformweg.
Die von Hauptverbandschef Hans Jörg Schelling geschätzten 2,2 Mrd.
Euro Kostendämpfung sind zu einem wesentlichen Teil der
pharmazeutischen Industrie zu verdanken", betont Dr. Jan Oliver
Huber, Generalsekretär der Pharmig. Preisnachlässe und freiwillige
Solidarzahlungen der pharmazeutischen Industrie
(Rahmen-Pharmavertrag) hätten zur Entlastung beigetragen. "Die
Unterstützung der Krankenkassen durch unsere Branche ist ein klares
Bekenntnis zu einem solidarischen Gesundheitswesen", so Huber.
Mit der eben getroffenen 15a-Vereinbarung sei ein
vielversprechender erster Schritt zu einer weitreichenden
Gesundheitsreform gesetzt worden. Die Integration aller Stakeholder
des Gesundheitswesens ist eine wesentliche Voraussetzung für die
nachhaltige Wirksamkeit der Reform. Schon jetzt gestaltet die
pharmazeutische Industrie die Zukunft erfolgreich mit. Dies zeigt
sich besonders im Bereich Kinder- und Jugendgesundheit. Mit dem
Großhandel, dem Hauptverband und den Krankenkassen hat die
pharmazeutische Industrie über das gemeinsame Gremium
Gesundheitsziele kürzlich 2,2 Millionen Euro an Forschungs- und
Praxisprojekte bereitgestellt. "Mit den von uns finanzierten
Projekten sorgen wir für eine Verbesserung unseres Gesundheitswesens
und treiben die Reform weiter voran - und zwar von innen", erläutert
Huber.
Vor allem die medizinische Fehl- und Unterversorgung von Kindern
und Jugendlichen ist ein Grund für das Engagement in diesem Bereich.
Selbst die Datenlage zum Gesundheitszustand österreichischer Kinder
und Jugendlicher ist ungenügend und die vorhandenen OECD-Zahlen zu
deren Rauchverhalten, Alkoholkonsum und Übergewicht sind alarmierend.
Hier setzen die geförderten Projekte an: Das Ludwig Boltzmann
Institut Health Promotion Research erhebt die Häufigkeit der
wichtigsten psychischen Störungen bei 11- bis 17jährigen. Eine
Untersuchung der medizinischen Universität und Universitätsklinik für
Kinder- und Jugendheilkunde in Wien befasst sich mit den
entwicklungsneurologischen Daten von Frühgeborenen. Die Daten sollen
als Grundlage für die Entwicklung präventiver Maßnahmen dienen. Die
Projektziele fügen sich harmonisch in die nationalen Gesundheitsziele
ein, die Bundesminister Alois Stöger formuliert hat.
Vom Hauptverband und dem wiedergewählten Vorstandsvorsitzenden
erwartet Huber neben der Fortsetzung des Kassensanierungskurses, dass
innovative Arzneimittel in Zukunft vermehrt erstattet werden.
Schließlich sei ein modernes Versorgungssystem die Basis einer
leistungsfähigen und somit solidarischen Gesellschaft.
Über die Pharmig:
Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der
österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120
Mitglieder (Stand Jänner 2013), die den Medikamenten-Markt zu fast
100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten
Arbeitsplätze für ca. 10.000 Beschäftigte.
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