• 31.01.2013, 09:12:42
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Österreichs Forschung profitiert von Internationalisierung

Studie des AIT zeigt: Immer mehr ausländische Unternehmen investieren in Österreichs Forschung und Entwicklung und stärken somit den heimischen Wirtschaftsstandort

Utl.: Studie des AIT zeigt: Immer mehr ausländische Unternehmen
investieren in Österreichs Forschung und Entwicklung und
stärken somit den heimischen Wirtschaftsstandort =

Wien (OTS) - Laut einer aktuellen Studie des AIT Austrian Institutes
of Technology und dem Wiener Institut für Internationale
Wirtschaftsvergleiche (wiiw) investieren immer mehr ausländische
Unternehmen in Forschung und Entwicklung in Österreich. Unternehmen
im ausländischen Besitz leisten inzwischen mehr als die Hälfte der
Ausgaben für Forschung & Entwicklung (F&E) des gesamten
österreichischen Unternehmenssektors. Das ist ein Zeichen für die
hohe Attraktivität des Forschungsstandorts Österreich für
multinationale Konzerne und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit
österreichischer Unternehmen. Trotz der steigenden Bedeutung von
Ländern wie China oder Indien ist Europa weiterhin der bedeutendste
Standort für F&E-Aktivitäten amerikanischer Firmen außerhalb der USA.
Die Studie entstand im Rahmen eines gemeinsamen EU-Projekts von AIT
und wiiw.

Österreich als attraktiver Forschungsstandort für
internationale Unternehmen

Eine Studie des AIT Austrian Institute of Technology und des
Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw)
untersuchte die zunehmende Internationalisierung von Forschung und
Entwicklung in Unternehmen. Zahlreiche internationale Unternehmen
betreiben F&E nicht nur im Herkunftsland, sondern immer öfter auch an
ausländischen Standorten. Die Ergebnisse zeigen, dass Europa
insgesamt von dieser Entwicklung profitiert.

Mehr als die Hälfte der F&E-Ausgaben von Unternehmen kommen
aus dem Ausland

"In der Studie wird deutlich, dass besonders kleine
EU-Mitgliedsstaaten wie Schweden, Belgien, der Tschechischen
Republik, Irland oder auch Österreich in den letzten Jahren von der
Internationalisierung von F&E profitieren konnten" so Projektleiter
und AIT Senior Scientist Bernhard Dachs. Ausländische Unternehmen
sind in diesen Ländern für einen wesentlichen Teil der F&E-Quote
verantwortlich (siehe Abbildung). In Österreich machen die
F&E-Ausgaben von Unternehmen im ausländischen Besitz mittlerweile
mehr als die Hälfte der gesamten F&E-Ausgaben des Unternehmenssektors
aus. Im internationalen Vergleich ist das ein außerordentlich hoher
Wert, der für die Attraktivität Österreichs als F&E-Standort für
ausländische Unternehmen spricht. In Ländern wie Frankreich,
Deutschland oder Spanien liegt der Wert nur bei etwa 20% der
Unternehmensausgaben für Forschung & Entwicklung. "Die
Internationalisierung von F&E stärkt somit die globale
Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen." sagt Dachs.

EU als F&E-Standort noch immer deutlich wichtiger als China

Trotz steigender Investitionen in China und Indien ist die EU
weiterhin der attraktivste Standort für F&E-Aktivitäten von
europäischen und außereuropäischen Firmen. So haben etwa
US-amerikanische Firmen ihre F&E-Ausgaben in der EU von 10 Milliarden
US-Dollar im Jahr 1998 auf 22,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008
gesteigert und tragen rund 10% zur gesamten F&E-Ausgaben von
Unternehmen in der EU bei. Dabei sind diese F&E-Ausgaben von
US-Firmen in Europa noch immer zehnmal so hoch wie die Ausgaben für
F&E dieser Firmen in China und Indien.

Auch Herkunftsländer der Firmen profitieren von
Internationalisierung

Umgekehrt investieren auch europäische Firmen verstärkt in F&E
innerhalb aber auch außerhalb Europas. Die Analyse zeigt allerdings,
dass diese Aktivitäten eine Ergänzung und kein Ersatz für Forschung
an den heimischen Standorten sind und zu keiner Reduktion der F&E in
den Heimatländern führen.

Wichtigstes Gastland für Unternehmen ist die USA. F&E-Aktivitäten
im Ausland helfen europäischen Unternehmen, neue Märkte zu
erschließen und global zu expandieren. Die Heimatländer der
Unternehmen profitieren von dieser globalen Expansion durch stärkeres
Wachstum und Wissenstransfer.

Alle weiteren Informationen sowie die Studie zum Download unter
www.ait.ac.at/internationalisation

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