• 29.01.2013, 10:45:42
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Volksgesundheit und Herrschaftswissen in Österreich

Wien (OTS) - Die gegenwärtige Diskussion über unsere
Gesundheitsversorgung gleicht einem Kabukitheater finden A. Koller,
Fachgruppenobmann der Gesundheitsberufe der Wirtschaftskammer Wien.
Dem Volk wird von Medizinern der drohende Zeigefinger vorgehalten und
Krankheit angedroht, wenn es nicht "gesund" lebt. Unser heutiges
Gesundheitssystem ist also ein defizitorientiertes und nur bedingt
patientenzentriertes Flickwerk. Im alten China, so A. Koller, bekamen
Ärzte nur Geld, solange ihre Patienten gesund waren.

Aufgabe der Bildung und nicht des Arztes ist es

- zu lernen gesund und körperbewusst zu leben.
- umfassende Kenntnisse der Funktionsweise des eigenen Körpers zu
erlangen.
- zu wissen warum was und mit welchen Folgen nicht funktioniert.

Hier versagen das Bildungswesen und das Gesundheitswesen. Die
Aufforderung, gesund leben zu sollen, genügt nicht. Ohne das "WIE"
ist sie eine politische Bankrottmeldung.

Vielmehr zielt die Gesetzgebung darauf ab, "Herrschaftswissen" im
Gesundheitswesen zu konservieren. Das Grundgesetz über die "Freiheit
der Lehre" wird eingeschränkt. Über die Funktionsweise des Körpers,
über Gesundheit und Krankheit dürfen nämlich nur angehende Ärzte,
Pflegepersonal usw. lernen. Definitionen gibt das
"Ausbildungsvorbehaltsgesetz" in http://ris.bka.gv.at vor. In den
Augen von A. Koller ist dieses aus dem Jahre 1996 stammende Gesetz
nicht nur eine Überregulation. Es ist ein Schritt zurück ins
Mittelalter, als die Erde noch eine Scheibe zu sein hatte.

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