• 29.01.2013, 07:52:22
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"Aufruf zur Demo ist Pseudo-Interessensvertretung!"

NÖ Hilfswerk-Geschäftsführer Christoph Gleirscher kann den Aufruf der Gewerkschaft zu Protesten nicht nachvollziehen.

Utl.: NÖ Hilfswerk-Geschäftsführer Christoph Gleirscher kann den
Aufruf der Gewerkschaft zu Protesten nicht nachvollziehen. =

St. Pölten (OTS) - "Als Beteiligter der Kollektivertragsverhandlungen
fühle ich mich gefrotzelt. Ein Abschluss etwas über der
Inflationsrate wäre bei anderer Verhandlungstaktik in den letzten
Wochen möglich gewesen", bringt es Christoph Gleirscher auf den
Punkt. Der NÖ Hilfswerk-Geschäftsführer ist Mitglied des 20-köpfigen
Verhandlungsteams auf Arbeitgeberseite bei den
Kollektivvertragsverhandlungen für Arbeitnehmer/innen in Sozial- und
Gesundheitsberufen (BAGS).

"Als Geschäftsführer fühle ich mich persönlich verpflichtet, alles
dafür zu tun, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zumindest
die Inflationsrate abzugelten und darüber hinaus reale Lohnzuwächse
zu ermöglichen. Diesen Handlungsspielraum muss man sich aber erst
erwirtschaften, gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern im Land und
bei den Gemeinden", erläutert Gleirscher.

Die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wurden nach
mehreren Runden, die jeweils bis spät in die Nacht dauerten, bei
einem Angebot von unter 2,4% Gehaltsanpassung einerseits bzw. einer
Forderung von über 3% Lohnerhöhung andererseits abgebrochen. Es ist
also unschwer auszurechnen, wo sich die beiden Seiten am Ende des
Tages ungefähr treffen werden. Ändern wird eine Kundgebung nach
Meinung Gleirschers am zu erwartenden Verhandlungsergebnis nichts.

Die Durchführung der Kundgebung wenige Wochen vor der Landtagswahl
ist nur parteipolitisch zu erklären. Dies ist umso unverständlicher,
als die NÖ Landesregierung immer signalisiert hat, die Autonomie der
Kollektivvertragspartner zu akzeptieren und eine argumentierbare
Lohnerhöhung mitzutragen. In anderen Bundesländern wie z.B. Wien oder
Salzburg ist diese Haltung nicht so eindeutig wahrzunehmen.

"Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der mobilen Pflege
leisten großartige Arbeit", ist Gleirscher überzeugt. "Schade dass
sie keine besseren Interessensvertreter in der Gewerkschaft
mobilisieren können. Sie hätten es sich verdient."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HLW

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