• 28.01.2013, 12:46:01
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FP-Frank/Berger fordern Erhalt des Eisring Süd und Sportgymnasium

Ist der Boden am Eisring Süd kontaminiert?

Utl.: Ist der Boden am Eisring Süd kontaminiert? =

Wien (OTS/fpd) - Den Erhalt der Sportflächen am Eisring Süd forderten
heute die Favoritner FPÖ-Gemeinderätin Henriette Frank und
FPÖ-Bezirksrat Stefan Berger im Zuge einer Pressekonferenz. Den
Plänen der Stadt, fast die gesamte Fläche zu verbauen erteilten sie
eine klare Absage.

Der Eisring Süd hat eine überragende Erfolgsgeschichte. Welt-,
Europameister und Olympiasieger trainierten hier zur Weltspitze.
Damit soll es, geht es nach der Stadt Wien, endgültig vorbei sein.
Als der ASKÖ Ende der 1990er Jahre die Sportflächen übernahm und sie
für Trendsportarten wie Beachvolleyball zweckentfremdete, ruinierte
er damit die technischen Einrichtungen und übergab gegen jegliche
Vertragsvereinbarungen einen völlig devastierten Eisring an die Stadt
Wien, der sich davon nie wieder erholt hat.

Jetzt soll es für den Sport überhaupt so gut wie aus sein. Die Stadt
plant eine 80-prozentige Verbauung in Form von Wohnungen und einem
Einkaufszentrum. Lediglich 18 Prozent sollen künftig für Sportflächen
zur Verfügung stehen. Als Grünfläche bleibt nur ein schmaler
Streifen. Verständlicherweise wettert dagegen seit Jahren eine starke
Bürgerinitiative und stellt sich mit ca. 2.000 Unterschriften gegen
das Projekt. Eine Anrainer-Umfrage der Stadt Wien 2008 ergab zudem
eindeutig, dass die Bevölkerung eine Weiterführung bzw. Erweiterung
des Areals als Sportstätte begrüßen würde, was in weiterer Folge auch
dem Wunsch von SPÖ-Bürgermeister Häupl nach Olympischen Spielen
entsprechen müsste.

Stadt ignoriert Umfrageergebnisse der Anrainer

Von den Ergebnissen der Fragebögen, will die Stadt weiterhin nichts
wissen, die Forderungen der Bürgerinitiative werden schlicht
ignoriert. Stattdessen soll das stark befahrene Triesterviertel mit
weiteren verkehrsintensiven Einrichtungen, wie dem Einkaufszentrum
belastet werden. Doch seit 2008 tut sich nichts. Die Pläne werden
weder geändert noch umgesetzt. Seit bald fünf Jahren haben die
Anrainer keinerlei Informationen mehr über das Gebiet erhalten,
kritisiert Frank, "Die Bürger derart lang im Ungewissen zu lassen ist
eine Unverschämtheit."

FPÖ fordert mehr Freiraum für Jugendliche und Sportgymnasium

Neben dem wirtschaftlichen Aspekt, den ein aktiver Eisring durch mehr
Einnahmen für Tourismus und Sportgeschäfte brächte, fordern die
Freiheitlichen schon seit Ende der 1990er Jahre den Erhalt des
Areals, um vielen Jugendlichen die Chance auf freie Entfaltung und
sportliche Betätigung zu ermöglichen.

"Wir wollen den Erhalt der Sportstätten des Eisring Süd und die
Errichtung eines Sportgymnasiums. Dadurch würde vielen Jugendlichen
die Möglichkeit eingeräumt, nicht nur in einem Schulgebäude (derzeit
müssen in Favoriten immer mehr Kinder in Containern untergebracht
werden) unterrichtet zu werden, sondern ihrem Bewegungsdrang in
adäquaten Sportstätten auszuleben - und zwar nicht immer nur in
"Käfigen" oder Hallen, sondern auch im Freien", so Berger.

Aufklärung über kontaminierten Boden gefordert

Ob die Forderungen auch tatsächlich umgesetzt werden können, hängt
vom Ergebnis einer Probebohrung ab. Denn nur diese kann Klarheit
bringen, ob es sich um kontaminiertes Erdreich handelt. Gerüchten
zufolge wurde auf dem Areal nämlich medizinischer Abfall vom
Kaiser-Franz-Josef-Spital abgeladen. Bis jetzt verweigert die
Bezirksvorstehung auch darüber jegliche Auskunft - aus
Unzuständigkeit, wie es heißt. "Die zuständigen Stellen müssen ihr
Schweigen jetzt endlich brechen und mit den Betroffenen über die
künftige Nutzung, Verbauung sowie eventuelle Kontaminierung nach
aktuellem Stand reden bzw. sie informieren", fordern Frank und Berger
abschließend. (Schluss) hn

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