• 28.01.2013, 10:28:55
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Große Waffen- und Sprengstofffunde bei Rechtsextremisten: Mauthausen Komitee warnt vor Neonazi-Terror in Österreich

MKÖ-Vorsitzender Mernyi: "Sicherheitsbehörden müssen braune Szene endlich konsequent bekämpfen!"

Utl.: MKÖ-Vorsitzender Mernyi: "Sicherheitsbehörden müssen braune
Szene endlich konsequent bekämpfen!" =

Wien/Linz (OTS) - "Noch vor einem Jahr haben Polizeisprecher in
Oberösterreich behauptet, es gebe gar keine rechtsextreme Szene",
erinnert Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees
Österreich (MKÖ). "Jetzt ist mit dem 'Objekt 21', auf dessen
Gefährlichkeit wir schon seit Juni 2010 hinweisen, ein ebenso
weitverzweigtes wie brutales Neonazi-Netzwerk endlich ausgehoben
worden. Dabei wurden zahlreiche Schusswaffen und zehn Kilo
Sprengstoff beschlagnahmt."

Jede Menge Kriegsgerät und Munition brachte auch eine
Hausdurchsuchung beim früheren Linzer FPÖ-Gemeinderat Robert H.
zutage: "Als H. vor Weihnachten wegen Waffenschieberei verhaftet
wurde, war er Obmann des rechtsextremen 'Witikobundes'", stellt
Mernyi fest. "Also hatten die Ewiggestrigen auch hier Zugriff auf
Waffen, mit denen viele Menschen verletzt oder getötet werden
könnten."

Mernyi hält es für naiv zu glauben, dass damit alle braunen
Waffensammlungen in Oberösterreich und Österreich entdeckt sind:
"Teile der Szene sind hochgerüstet, können sich aber relativ fühlen,
weil Verfassungsschutz und Polizei Wiederbetätigung oft als
Kavaliersdelikt behandeln", sagt der MKÖ-Vorsitzende. "Sowohl die
'Objekt 21'-Leute als auch Robert H. wurden wegen anderer Delikte
verhaftet."

Die Empörung des oö. Landespolizeidirektors Andreas Pilsl über die
breite Kritik an den Sicherheitsbehörden versteht Mernyi nicht: "Herr
Pilsl selbst musste sich vor nicht langer Zeit öffentlich
entschuldigen, weil sein Polizei-Notruf sich geweigert hatte,
Informationen eines wachsamen Bürgers über Neonazi-Umtriebe
nachzugehen."

Das Mauthausen Komitee warnt eindringlich vor braunem Terror in
Österreich: "Spätestens jetzt sollte allen Verantwortlichen die Größe
der Gefahr bewusst sein", betont Mernyi. "Wir fordern Innenministerin
Mikl-Leitner auf, dafür zu sorgen, dass wesentlich mehr und viel
besser geschulte und motivierte Beamte die rechtsextreme Szene
konsequent bekämpfen. Darüber hinaus braucht es ein ganzes Paket
wirksamer Maßnahmen, zum Beispiel die Gründung einer Organisation,
die - wie EXIT in Deutschland - Szeneaussteigern professionell hilft.
Rasch tätig müssen aber auch die Landesregierungen, besonders in
Oberösterreich, das offenkundig ein Hotspot der Ewiggestrigen ist."

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