• 26.01.2013, 12:52:32
  • /
  • OTS0045 OTW0045

Grüne: Erinnerung an Holocaust sollte sich nicht auf Gedenktag beschränken

Glawischnig/Öllinger fordern entschiedene Haltung gegen Hass und Hetze von politisch Verantwortlichen

Utl.: Glawischnig/Öllinger fordern entschiedene Haltung gegen Hass
und Hetze von politisch Verantwortlichen =

Wien (OTS) - "Die Erinnerung an den Holocaust, das Gedenken an die
Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz muss gerade heute auch
ein Auftrag sein, wachsam zu sein und gegen Antisemitismus, Rassismus
und die Hetze gegen Gruppen in unserer Gesellschaft vorzugehen",
fordert die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig. Das erfordere
aber nicht nur Pflichtaussendungen zum Holocaust-Gedenktag, sondern
klare Haltung und Engagement im Alltag, wenn es notwendig ist.

Der Grüne Abgeordnete und Rechtsextremismus-Experte Karl Öllinger
stimmt zu und erinnert daran, dass es im vergangenen Jahr nicht nur
die Attacke auf einen Rabbiner mitten auf dem belebten Schwedenplatz
gegeben hat, sondern auch einen antisemitischen Cartoon, den der
FPÖ-Vorsitzende Strache auf Facebook verbreitete: "Da hätten wir uns
sowohl eine Entschuldigung des FPÖ-Vorsitzenden als auch einen
Aufschrei und eine klare Ablehnung durch die politischen Parteien
gewünscht." Das Ausmaß, das Hetze gegen bestimmte Gruppen - ob
AsylwerberInnen, Homosexuelle oder Angehörige von Volksgruppen oder
Religionen - in den letzten Monaten erreicht habe, sei
besorgniserregend. Das gilt übrigens nicht nur für Österreich, meint
Öllinger, und verweist auf jüngste Vorfälle in Ungarn und in
Russland. Die Grünen zeigen sich besorgt darüber, dass Politiker wie
Strache ihre Verantwortung nicht wahrnehmen, sondern dazu beitragen,
dass sich - vor allem in sozialen Netzwerken wie Facebook - "Orgien
von Hass, Hetze und Menschenverachtung" entwickeln. Öllinger: "Wenn
Strache und andere das Zündeln nicht lassen können, dann braucht es
eine klare und entschiedene Haltung der anderen Parteien."

Eine für Montag, 28.1., geplante und von FPÖ-Funktionären wie von
Neonazis beworbene Demonstration gegen die Asylwerber in der
Votivkirche gebe nicht nur besonderen Anlass zur Besorgnis, sondern
mache deutlich, dass es bei einigen Freiheitlichen "offensichtlich
keine politische Schamgrenze" mehr gebe. Öllinger: "Ich bin
überzeugt davon, dass die überwiegende Mehrheit in Österreich Hetze,
Rassismus und Antisemitismus ablehnt. Gerade deshalb ist es wichtig,
dass diese Ablehnung auch in der Alltagsarbeit der politisch
Verantwortlichen in diesem Land einen Platz findet und nicht nur am
Holocaust-Gedenktag!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel