• 26.01.2013, 11:27:10
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Internationaler Holocaust-Gedenktag: Bayr ruft zu mehr Toleranz gegenüber Minderheiten und Außenseiter auf

Wien (OTS/SK) - Der 27. Januar ist der offizielle
Holocaust-Gedenktag. Das Datum erinnert an die Befreiung des
Konzentrationslagers Auschwitz durch die sowjetische Armee im Jahre
1945. SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr nimmt
den morgigen Internationalen Holocaust-Gedenktag auch zum Anlass, um
vor einer neuen Welle des Antisemitismus und Rassismus in Ungarn zu
warnen: "Mit Vertretern der FIDESZ-Partei - eine Rechtspartei mit 70
Prozent der Parlamentssitze in Ungarn - darüber zu reden, wie der
fortschreitende Antisemitismus und Antiziganismus im Land gestoppt
werden kann und wie die noch rechtere Jobbik-Partei daran gehindert
werden kann, mit offenen Antisemitismen Stimmen zu maximieren, war
ein schwieriges Unterfangen. Aber was ich in den letzten beiden Tagen
erlebt habe, hat selbst die pessimistischsten Erwartungen in den
Schatten gestellt", so schilderte Bayer ihre Erfahrungen im Rahmen
einer europaweiten parlamentarischen Delegation, in der die
SPÖ-Abgeordnete für die International Parliamentary Coalition
Combating Antisemitism dabei war, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
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Jüngste Aussagen ungarischer Politiker sorgten International für
entsetzen: Zsolt Bayer, Parteimitgründer der FIDESZ hat in einem
Artikel Roma mit Tieren verglichen, die nur morden und vergewaltigen
und daher kein Recht auf Menschenwürde hätten. Ein weiterer
Jobbik-Abgeordneter hat in einer Rede gefordert, dass alle Juden in
Ungarn auf Listen zu erfassen seien, weil sie eine Gefahr für das
Land darstellten. "Hier wird offensichtlich versucht, den Hass gegen
Minderheiten und Außenseiter als ideologischen Kleister zu verwenden,
der die Mehrheitsgesellschaft zusammenhalten und auf einen Außenfeind
fokussieren soll. Dieses Konzept kennen wir aus der Geschichte und es
hat Europa an den Rand des Abgrunds geführt", betonte Bayr.

Alle Hoffnung liegt in den mündigen und aufgeklärten Wählerinnen und
Wählern Ungarns. "Es liegt an ihnen, trotz eines künftigen für die
FIDESZ noch vorteilhafteren Wahlsystems das politische Ruder im Land
herumzureißen. Mit der jetzigen politischen Einflussnahme auf Medien,
Kultur und das Bildungssystem bleiben die Hoffnungen auf eine
Trendwende allerdings sehr klein", so Bayr. (Schluss) mis/mo

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