• 25.01.2013, 09:50:58
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Pirklhuber: ÖVP darf nationalen Bienenschutz nicht länger blockieren

Niederländisches Parlament fordert Moratorium für bienengefährliche Beizmittel

Utl.: Niederländisches Parlament fordert Moratorium für
bienengefährliche Beizmittel =

Wien (OTS) - Das niederländische Parlament hat gestern ein
europäisches Moratorium für bienengefährliche Beizmittel, sogenannte
Neonicotinoide, gefordert. Aufgrund des Zwischenberichts der
Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) fordert das
Parlament die niederländische Regierung auf, auf ein europäisches
Moratorium für alle Anwendungen von Neonicotinoiden hinzuarbeiten, es
sei denn, dass schlüssig bewiesen wird, dass diese keine schädlichen
Auswirkungen auf die Gesundheit der Bienen haben.

Eine Studie im Auftrag des europäischen Parlaments hat die
Gefährlichkeit für Bienen bestätigt. Die EFSA kam vergangene Woche zu
dem Schluss, dass die Verwendung dieser Mittel nur bei Pflanzen, die
für Bienen uninteressant seien, akzeptabel ist. Die Grünen haben
bereits Anfang 2011 einen Antrag für ein Verbot der
bienengefährlichen Beizmittel im österreichischen Parlament
eingebracht. "Die Faktenlage ist klar, die WissenschaftlerInnen sind
sich einig, diese Stoffe gehören verboten. Ich rechne damit, dass
sich auch die anderen Parteien unserer Sicht anschließen und wir
umgehend gemeinsam den Bienenschutz im österreichischen Parlament
beschließen können. Es besteht kein Grund auf ein europäisches
Moratorium zu warten, wenn wir sofort mit dem Bienenschutz in
Österreich beginnen können", erklärt Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftssprecher der Grünen.

Seit Mitte Juni vergangenen Jahres wird der Grüne Antrag zum
Bienenschutz in einem Unterausschuss verhandelt. "Alle Fraktionen
waren für die Anwendung des Vorsorgeprinzips zum Schutz der Bienen,
nur die ÖVP stand auf der Bremse. Ich hoffe, dass sich das jetzt
ändert und wir dem Bienensterben nicht weiter tatenlos zusehen
müssen. Die EFSA hat ausgeführt, dass in Anbetracht der Bedeutung von
Bienen für das Ökosystem und die Nahrungskette sowie im Hinblick auf
die vielfältigen Dienste, die sie für den Menschen erbringen, ihr
Schutz unbedingt erforderlich ist, dem schließe ich mich ohne
Einschränkung an", erklärt Pirklhuber.

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