• 22.01.2013, 13:29:02
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Kongress com.sult zu Gast im Wiener Rathaus

Die Gegenwart und Zukunft Europas sind Thema beim zehnten Vienna Congress com.sult 2013 in Wien

Utl.: Die Gegenwart und Zukunft Europas sind Thema beim zehnten
Vienna Congress com.sult 2013 in Wien =

Wien (OTS) - Der hochkarätige internationale Kongress wurde am 21.
Jänner mit einem Empfang und Kamingespräch auf Einladung von
Bürgermeister Michael Häupl im Wiener Rathaus eingeläutet. Vor mehr
als 100 VIP-Gästen diskutierten Jan Zielonka , Oxford Professor für
Politikwissenschaften, Phillip Blond, Berater des Britischen
Premierministers David Cameron, und Iain Begg, Professorial Research
Fellow an der London School of Economics. Moderiert wurde das
Gespräch vom ehemaligen Vizekanzler Erhard Busek.

"Beim zehnten Vienna congress com.sult 2013 haben wir Top-Leute aus
15 Ländern nach Wien gebracht, um die Visionen für Europa zu
erörtern. Wir wollen eine sehr konkrete, substanzielle Diskussion
über die Zukunft Europas führen. Der Vienna Congress com.sult ist
dafür mit seinem umfangreichen Programm und seiner einzigartigen
Atmosphäre die ideale Plattform", so der Initiator der Veranstaltung,
David Ungar-Klein.

"Wo befinden wir uns heute?", fragte Oxford-Professor Jan Zielonka im
Rahmen der Diskussion. "Zum großen Teil erleben wir eine Finanzkrise,
die auch eine Krise für Europa ist, und nun sind wir auch in einer
Form von politischer Krise. Wir müssen uns fragen: Warum hat die
selbe (Wirtschafts-)Krise in den USA nicht zu einer politischen Krise
geführt? Der Unterschied liegt zum größten Teil daran, dass die
Bürger der USA zufrieden mit ihrer Regierung sind. In Europa basiert
Legitimität großteils auf Effizienz, wobei man versucht, am
europäischen Level effizienter zu sein als auf dem Level der
einzelnen Mitgliedsstaaten. Dies funktionierte in guten Zeiten ohne
Probleme, doch ist nicht ausreichend für die Herausforderungen in
schlechten Zeiten", so Zielonka.

Ernüchtert gab sich Phillip Blond, Berater des Britischen
Premierministers David Cameron. "Wir hätten uns Europa nicht als
romantische Vision vorstellen sollen. Der Ursprung Europas sind
Leute, die eine politische und kulturelle Union unter der Prämisse
wirtschaftlicher Möglichkeiten wollen, um dann eine wirtschaftliche
Union zu gründen, die jedoch keine politische Union ist. Und meiner
Meinung ist dies zum Scheitern verurteilt". Überzeugt zeigte sich
Blond über die Notwendigkeit einer Verteidigung europäischer Grenzen:
"Nur Großbritannien und Frankreich können die Grenzen zu Nordafrika
sichern. Aus diesem Grund braucht Europa Großbritannien, weil es die
einzige richtige militärische Kraft in Europa ist, die sowohl die
Reichweite als auch die Fähigkeit besitzt. Und meiner Meinung nach
werden die europäischen Grenzen diese Verteidigung brauchen."

"Das Problem der britischen Wähler ist, dass man glaubt die
Europäische Union würde nicht funktionieren. Warum sonst würden sie
sich an etwas hängen, das ihre Wichtigkeit in der Welt verliert?", so
Iain Begg. "Gründe warum man Teil der Europäischen Union ist sind
unterschiedlich: nach dem Krieg folgte Frieden, der Single European
Market, die gemeinsame Währung Euro. Nichtsdestotrotz gibt es einen
Kern, und dieser erhöht ständig die Basis des wirtschaftlichen
Zusammenarbeitens und Erfolges der Europäischen Union."

Der Vienna Congress com.sult 2013

Bereits zum zehnten Mal findet der "Wiener Kongress com.sult" statt.
Österreichs größter Wirtschafts- und Standortkongress bringt auch
dieses Jahr Wissenschafter, Politiker und Wirtschaftskapitäne
zusammen um die Zukunft Europas zu thematisieren. Neben der
politischen Konzeption Europas geht es nach wie vor um den Umgang mit
der aktuellen Wirtschaftskrise. Aber auch Maßnahmen zur Steigerung
der Wettbewerbsstärke, der Umgang mit Migration und Reformen für mehr
Demokratie stehen auf der Agenda.

Mehr Informationen zum Kongress unter www.com.sult.cc.

Fotos unter www.wien.at/pressebilder.

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