• 20.01.2013, 20:49:03
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Neues Volksblatt: "Respekt vor Ergebnis" von Markus EBERT

Ausgabe vom 21. Jänner 2013

Utl.: Ausgabe vom 21. Jänner 2013 =

Linz (OTS) - "Der Sieg hat viele Väter, die Niederlage ist ein
Waisenkind", sagt ein Sprichwort. Im Fall der
Wehrpflicht-Volksbefragung ist das nicht ganz so. Michael Häupl etwa
hat, getrieben von der Kronenzeitung, der SPÖ die ganze Sache
eingebrockt, und sein Apparat hat sie auch noch mitverbockt - denn
eine Wahlbeteiligung von nicht einmal 50 Prozent in einer angeblich
roten Hochburg ist ein Armutszeugnis.
Bedanken darf sich die SPÖ auch beim Wiener Zeitungsboulevard, der in
einem noch nie dagewesenen Sperrfeuer alles aus dem Weg ballern
wollte, was für die Wehrpflicht war. Dass diese Mobilmachung so
gründlich daneben gegangen ist, spricht für die politische Reife der
Österreicher - ebenso wie eine Beteiligung von 50 Prozent. Im
Vergleich zu so mancher Wahl kann sich das sehen lassen, Grund, das
Ergebnis in sich anzuzweifeln, ist die Beteiligung jedenfalls keiner.
Die Entscheidung für die allgemeine Wehrpflicht und den Zivildienst
ist damit ein klarer Auftrag an die Politik. Die Österreicher wollen
ein Bundesheer aus dem Volk für das Volk, wer dem Vaterland dient,
hat sich Respekt verdient, aber auch beste Bedingungen.
Sieht man einmal davon ab, dass die SPÖ wohl ein paar Tage ihre
Wunden zu lecken hat, sollte der parteipolitische Zank ums Heer ein
sofortiges Ende haben. Es ist nun der Beweis anzutreten, dass das
Ergebnis respektiert wird und wir ein Bundesheer auf der Höhe der
Zeit bekommen.

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